European Tour
Drei Bälle im Wasser: Golfer Kieffer verspielt Premierensieg

Bitterer Tag für Golfprofi Maximilian Kieffer. Im Stechen um den Titel der Austrian Open landen drei Bälle im Wasser. Der Sieger war schon einmal Spielverderber für einen deutschen Star.

Sonntag, 18.04.2021, 20:29 Uhr
Maximilian Kieffer hat den Sieg in Österreich ganz knapp verpasst.
Maximilian Kieffer hat den Sieg in Österreich ganz knapp verpasst. Foto: Expa/Jfk

Atzenbrugg (dpa) - Als auch der dritte Ball vom Maximilian Kieffer am fünften Extra-Loch des Stechens im Wasser landete ließ der Golfprofi im Diamond Country Club in der Nähe von Wien enttäuscht die Schultern hängen.

In seinem 216. Turnier war der 30 Jahre alte Düsseldorfer erneut ganz dicht dran an einem Premierensieg auf der European Tour - wie schon 2013. Dieses Mal schnappte der nervenstarke US-Amerikaner John Catlin dem traurigen Kieffer den Erfolg vor der Nase weg.

Nach vier Runden hatten die beiden Golfprofis bei der Austrian Open in Atzenbrugg mit jeweils 274 Schlägen an der Spitze gelegen, so dass ein Playoff um den Sieg nötig war. Für Kieffer reichte es trotz einer ganz starken 66er-Finalrunde nicht zum ersten Triumph auf Europas größter Golf-Bühne. «Ich bin enttäuscht, das fasst es ziemlich gut zusammen», sagte Kieffer nach dem verlorenen Playoff. «Jeder Schlag im Stechen fühlte sich auch gut an, aber der letzte Schlag war ein bisschen dumm. Ich wurde ein bisschen zu aggressiv.»

Deutschlands Top-Golfer Kaymer beendete das Turnier mit 277 Schlägen auf dem dritten Platz. Der zweimalige Majorsieger, der als Spitzenreiter in den Schlusstag gestartet war, fiel nach einer 70er-Runde auf dem Par-72-Kurs auf den dritten Rang zurück. Der 36-Jährige aus Mettmann wartet damit weiter seit fast sieben Jahren auf einen Turniererfolg. Im Juni 2014 hatte er zuletzt bei der US Open triumphiert. Der bis dato letzte Sieg eines deutschen Golfprofis auf der Europa-Tour war dem Ratinger Marcel Siem im November 2014 in Shanghai gelungen.

Kiefer erlebte bei der Niederlage im Stechen des mit einer Million Euro dotierten Events ein Déjà-vu. 2013 unterlag der damals 22-Jährige bei der Open de Espana am neunten Extra-Loch gegen den Franzosen Raphael Jacquelin.

Für Catlin war es bereits der dritte Erfolg auf der Europa-Tour für den er knapp 150 000 Euro an Preisgeld erhielt. «Es ist immer hart so etwas zu sehen», sagte der US-Amerikaner mitfühlend in Richtung des unterlegenen Kieffer. «Aber Gewinnen ist immer sehr schön.» Catlin war schon einmal Spielverderber für einen deutschen Golfprofi. Bei seinem Sieg bei der Andalusia Masters im spanischen Top-Golfclub Valderrama im September des letzten Jahres ließ er Martin Kaymer einen Schlag hinter sich.

© dpa-infocom, dpa:210418-99-255330/3

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