Corona-Krise
Handball-Profi Bitter zu Gehaltsverzicht: Risiko verteilen

Berlin (dpa) - Nationalspieler Johannes Bitter hat in der Diskussion um einen Gehaltsverzicht im deutschen Handball Transparenz der Bundesliga-Clubs gefordert.

Sonntag, 31.05.2020, 20:20 Uhr aktualisiert: 31.05.2020, 20:24 Uhr
Nationaltorhüter Johannes Bitter führt in seiner Funktion als Vorstandsmitglied der Spielergewerkschaft derzeit viele Gespräche.
Nationaltorhüter Johannes Bitter führt in seiner Funktion als Vorstandsmitglied der Spielergewerkschaft derzeit viele Gespräche. Foto: Robert Michael

«Wir wissen, was gerade los ist, aber wir müssen mit allen offen und ehrlich reden. Da müssen die Bücher geöffnet werden und dann muss vernünftig kommuniziert werden», sagte der 37 Jahre alte Torwart am Sonntag in der ARD-«Sportschau». «Wir brauchen Zahlen, Daten, Fakten, um Entscheidungen für uns zu treffen. Ganz am Ende muss das Risiko verteilt werden. Es kann nicht sein, dass ein gewisser Betrag, der als Risiko da steht, auf die Spieler abgewälzt wird.» Die Handballer seien aber bereit, zu helfen, betonte Bitter.

Der Profi von Bundesligist TVB Stuttgart hat wegen der Folgen der Corona-Pandemie viele Gespräche in seiner Funktion als Vorstandsmitglied der Spielergewerkschaft Goal geführt. Anders als die Deutsche Eishockey Liga (DEL) will die Handball-Bundesliga die Einwilligung der Spieler für einen möglichen 25-prozentigen Gehaltsverzicht nicht mit der Lizenzierung für die kommende Saison verknüpfen.

«Bei uns Handballern bedeutet das natürlich einen großen Einschnitt, das ist keine Frage», sagte Bitter über einen Gehaltsverzicht. «Wir sind nun mal nicht die Fußballer, die sehr, sehr viel verdienen.»

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