Sunshine Tour
Herpes-Verdacht: Turnier in Spanien wird abgebrochen

Berlin (dpa) - Wegen eines Pferdes mit Herpes-Symptomen wird eine Serie von Reitturnieren in Vejer de la Frontera abgebrochen.

Freitag, 05.03.2021, 21:15 Uhr aktualisiert: 05.03.2021, 21:18 Uhr
Obwohl das Virus in Vejer de la Frontera bisher nicht nachgewiesen wurde, gab es eine Reihe von überstürzten Abreisen.
Obwohl das Virus in Vejer de la Frontera bisher nicht nachgewiesen wurde, gab es eine Reihe von überstürzten Abreisen. Foto: Jim Hollander

Nach Angaben der Veranstalter der Sunshine Tour hat das aus Belgien stammende Tier «neurologische Anzeichen von EHV-1» gezeigt, obwohl es negativ auf das Virus getestet worden war. Das Pferd sei nicht in Valencia gewesen, wo vor rund zwei Wochen erstmals eine aggressive Herpes-Variante festgestellt worden war, die bislang zum Tod von mindestens sieben Pferden geführt hat.

Das Turnier im südspanischen Vejer wird noch bis zum 7. März fortgeführt und erst danach beendet. «Um eine geordnete Abreise der Pferde zu gewährleisten», hieß es beim deutschen Verband FN. Ursprünglich sollte die Sunshine Tour bis Ende März laufen. In Vejer sind auch mehrere Deutsche am Start, darunter die Weltmeisterin Simone Blum.

Obwohl das Virus bisher nicht nachgewiesen wurde, gab es eine Reihe von überstürzten Abreisen. «Gestern Abend hat sich auch hier die Panik breit gemacht», berichtete der Springreiter Richard Vogel im Fachmagazin «St. Georg» «Da standen 50 Leute vor der Meldestelle und wollten Gesundheitspapiere für ihre Pferde haben, um abreisen zu können.» Einige sind nach Beobachtung des Reiters aus dem hessischen Dagobertshausen ohne die notwendigen Dokumente losgefahren, «haben auch Sattelschränke, Schubkarren und alles mögliche einfach hier gelassen».

Vogel will wie die meisten Deutschen vorerst in Vejer bleiben. «Es bringt doch nichts, jetzt durch Europa zu reisen», sagte der Reiter: «Wenn jeder erst einmal dort bleiben würde, wo er ist, wäre das für alle das Beste.» Aus Valencia waren mehrere Teilnehmer überstürzt abgereist und hatten das Virus nach Angaben des Weltverbandes FEI in mindestens drei weitere europäische Länder getragen.

© dpa-infocom, dpa:210305-99-707933/2

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