Deutschland-Tour
Die Deutschen bei der Heim-Tour: Nur Ackermann jubelt

Das hügelige und anspruchsvolle Profil sollte den deutschen Profis bei der Deutschland-Tour entgegenkommen. Doch am Ende jubelten andere. Eine Bilanz nach vier Etappen und mehr als 700 Kilometern.

Montag, 02.09.2019, 07:15 Uhr aktualisiert: 02.09.2019, 07:18 Uhr
Pascal Ackermann (M) sorgte für das aus deutscher Sicht sportliche Highlight der Heim-Tour.
Pascal Ackermann (M) sorgte für das aus deutscher Sicht sportliche Highlight der Heim-Tour. Foto: Bernd Thissen

Erfurt (dpa) - Das war nicht die Deutschland-Tour für die ganz großen deutschen Siege. Nach dem Auftakterfolg von Pascal Ackermann bleiben weitere Erfolge und bleibende Momente wie im Vorjahr aus.

Sowohl das Podium als auch die Top 10 der Heim-Rundfahrt müssen am Ende ohne deutsche Radprofis auskommen. Stattdessen gewinnt der Belgier Jasper Stuyven das Rote Trikot. Eine Übersicht über die deutschen Fahrer bei der Deutschland-Tour:

SPRINT-DOMINATOR: Mit spielerischer Leichtigkeit sicherte sich Ackermann in Halberstadt zum Auftakt den Tagessieg und damit das Rote Trikot. «Der Druck ist nun weg, jetzt können wir Spaß haben», sagte der 25 Jahre alte EM-Dritte. Allzu viel Spaß wurde es in der Folge nicht mehr. Am Tag darauf wurde der Sprinter um mehrere Minuten abgehängt, es folgten ein Sturz, Rückenschmerzen und der vorzeitige Ausstieg.

EDELHILFE VOM STAR: Am Tourmalet noch Tour-Titelverteidiger Geraint Thomas attackiert, bei der Deutschland-Tour schon Edelhelfer: Emanuel Buchmann hat die Erwartungen schon vor dem Start in die vier Tage heruntergeschraubt. Aufmerksam war der 26-Jährige zwar bei allen Etappen vorne dabei, wegen seiner mangelnden Sprintfähigkeiten reichte es allerdings nicht zu einem Coup.

KEIN BABY-BOOST: Im Vorjahr mit den Plätzen eins, zwei und vier auf das Gesamtpodium gestürmt, 2019 deutlich geschlagen: Von Nils Politt vom Team Katusha-Alpecin ist der erhoffte Angriff auf den Gesamtsieg ausgeblieben. Nach einem starken zweiten Platz bei der «Nacht von Hannover» am Mittwoch blieb der Hürther auf den vier Etappen eher blass. Den erhofften Baby-Boost gab es für den Klassikerspezialisten damit gut einen Monat nach der Geburt seiner ersten Tochter nicht.

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