Medienbericht
Rad-Dopingproben von 2016 und 2017 werden neu untersucht

Berlin (dpa) - Laut einem Bericht der Zeitung «Het Nieuwsblad» sollen Dopingproben von Radsportlern aus den Jahren 2016 und 2017 auf eine damals noch nicht nachweisbare, leistungssteigernde Substanz erneut untersucht worden sein.

Samstag, 30.05.2020, 17:53 Uhr aktualisiert: 30.05.2020, 17:56 Uhr
Auf Basis neuer Erkenntnisse sollen Dopingproben von Radsportlern aus den Jahren 2016 und 2017 neu untersucht werden.
Auf Basis neuer Erkenntnisse sollen Dopingproben von Radsportlern aus den Jahren 2016 und 2017 neu untersucht werden. Foto: Patrick Seeger

Das berichtete die belgische Tageszeitung. «Auf Basis von zusätzlichen Informationen haben wir relevante Proben identifiziert und die ersten Analysen vorgenommen», sagte ein Sprecher der Cycling Anti-Doping-Foundation (CADF) dem Blatt.

Der Radsport-Weltverband UCI hatte im November vergangenen Jahres nach weiteren Informationen im Zuge der Blutdopingaffäre «Operation Aderlass» Nachkontrollen von Proben aus den Jahren 2016 und 2017 angefragt. Ob dabei gezielt Sportler im Visier stehen, ließ der Verband offen. Für die UCI nimmt die CADF die Kontrollen vor.

In die Blutdopingaffäre um den Erfurter Arzt Mark S. waren auch einige Radprofis involviert. Unter anderem sind der frühere Sprintstar Alessandro Petacchi, die beiden Österreicher Stefan Denifl und Georg Preidler sowie der Kroate Kristijan Durasek bereits gesperrt worden. Auch der frühere deutsche Sprintstar Danilo Hondo hatte ein Doping-Geständnis abgelegt.

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