Giro d'Italia
Hubschrauber wirbelt Gitter in die Luft - Radprofi verletzt

Villafranca Tirrena (dpa) - Ein zu tief fliegender Helikopter hat offensichtlich nach der vierten Etappe des Giro d'Italia ein Absperrgitter in die Luft gewirbelt und damit insbesondere bei Radprofi Luca Wackermann für schwere Verletzungen gesorgt.

Mittwoch, 07.10.2020, 11:06 Uhr aktualisiert: 07.10.2020, 11:10 Uhr
Die Trophäe des Giro d’Italia.
Die Trophäe des Giro d’Italia. Foto: Marco Alpozzi

Der Italiener erlitt eine Fraktur des Nasenknochens und vermutlich auch im Lumbosakralbereich. Dazu trug er bei dem Unfall Prellungen und Wunden im Gesicht, an den Armen und Beinen sowie am Körper davon. Wackermann befindet sich im Krankenhaus von Messina. Das teilte sein Team Vini Zabu-Brado-KTM mit. Das Rennen ist für den 28-Jährigen beendet.

Auch Wackermanns Teamkollege Etienne van Empel wurde von dem Gitter getroffen, kam aber mit Schnittwunden am Finger davon. Laut dem Veranstalter RCS sei ein Hubschrauber des übertragenden TV-Senders RAI für den Unfall verantwortlich gewesen.

Damit häufen sich im Radsport in diesem Jahr die kuriosen Unfälle. Bei der Lombardei-Rundfahrt war im August eine ältere Frau mit ihrem SUV auf die Strecke gelangt und hatte Maximilian Schachmann zu Fall gebracht, der einen Schlüsselbeinbruch erlitt. Bei der Luxemburg-Rundfahrt tauchte in einer Kurve auf der Strecke gar ein LKW auf. Das Feld konnte noch rechtzeitig reagieren. Es gab keine gravierenden Stürze.

© dpa-infocom, dpa:201007-99-855767/2

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