Ingolstadt überholt DEG
Kein Derby im DEL-Playoff-Viertefinale

Vom Geheimfavoriten zum Krisenclub: Die Düsseldorfer EG rettet sich trotz fünf Niederlagen in Serie zum Vorrundenende gerade noch so ins Playoff-Viertelfinale. Damit gibt es zunächst kein rheinisches Derby.

Sonntag, 03.03.2019, 17:16 Uhr aktualisiert: 03.03.2019, 17:20 Uhr
Trainer Harold Kreis Düsseldorfer EG hat mit der Niederlage gegen die Eisbären Berlin das Playoff-Heimrecht verspielt.
Trainer Harold Kreis Düsseldorfer EG hat mit der Niederlage gegen die Eisbären Berlin das Playoff-Heimrecht verspielt. Foto: Rolf Vennenbernd

Mannheim (dpa) - Das rheinische Derby im Playoff-Viertelfinale der Deutschen Eishockey Liga (DEL) ist geplatzt.

Die Düsseldorfer EG, die über weite Strecken der Hauptrunde mit den Spitzenteams Adler Mannheim und EHC Red Bull München ebenbürtig war, kassierte zum Vorrunden-Ende die fünfte Niederlage am Stück und rettete gerade noch die direkte Playoff-Qualifikation. Nach dem 0:2 (0:0, 0:1, 0:1) bei den Eisbären Berlin fiel der achtmalige Meister noch auf Platz sechs zurück und muss im Viertelfinale gegen die Augsburger Panther spielen.

Die Schwaben unterlagen zwar nach 4:1-Führung noch 4:5 (2:1, 2:0, 0:3) nach Verlängerung bei den Krefeld Pinguinen, blieben aber Dritter. Der Tabellenvierte Kölner Haie, der zum Vorrunden-Ende 3:2 (1:0, 1:1, 0:1) nach Verlängerung beim Hauptrundensieger Adler Mannheim gewann, trifft im Viertelfinale nun auf den ERC Ingolstadt. Der Meister von 2014 gewann das turbulente Duell um die direkte Viertelfinal-Qualifikation gegen die Straubing Tigers 6:4 (2:0, 0:1, 4:3) und sprang an der DEG vorbei auf Rang fünf. Thomas Greilinger, Jerry D'Amigo und Maurice Edwards schossen jeweils zwei Tore für Ingolstadt.

«Die Pause jetzt wird uns gut tun, die ist super wichtig», sagte Düsseldorfs Ex-Nationalstürmer Jerome Flaake angesichts der angespannten Personalsituation der DEG. Das Playoff-Viertelfinale beginnt erst am 12. März.

Zuvor werden von Mittwoch an in den sogenannten Pre-Playoffs die Viertelfinal-Gegner von Mannheim und Meister EHC Red Bull München ausgespielt. In den beiden Mini-Serien treffen die Fischtown Pinguins aus Bremerhaven und die Nürnberg Ice Tigers sowie Straubing und Berlin aufeinander. Wer mindestens zwei Spiele gewinnt, steht im Viertelfinale.

Meister München verlor zum Abschluss noch einmal 1:4 (0:2, 1:1, 0:1) gegen den möglichen Playoff-Gegner Bremerhaven. Der zweite Vorrundenplatz für den Titelverteidiger stand zuvor bereits fest.

Für Krefeld, Wolfsburg, Iserlohn und Schwenningen ist die Saison vorzeitig beendet. DEL-Topscorer der Vorrunde wurde Straubings Jeremy Williams mit 58 Punkten vor Iserlohns Jonathan Matsumoto (56) und Krefelds Nationalstürmer Daniel Pietta (53). Krefelds Jacob Berglund ist mit 32 Treffern bester Hauptrunden-Torschütze.

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