NBA-Finals
Warriors unter Druck: «Eigene Geschichte schreiben»

Die Golden State Warriors müssen schaffen, was erst einem Team in den NBA-Finals gelungen ist. Die Star-Truppe aus Kalifornien braucht beim 1:3-Rückstand gegen Toronto drei Siege, um noch den Titel-Hattrick zu schaffen. Der Blick in die eigene Historie macht Mut.

Sonntag, 09.06.2019, 12:15 Uhr aktualisiert: 09.06.2019, 12:18 Uhr
Mit den Golden State Warriors unter Druck: Stephen Curry.
Mit den Golden State Warriors unter Druck: Stephen Curry. Foto: Frank Gunn

Oakland (dpa) - Ausgerechnet ihre eigene historische Pleite macht den Golden State Warriors noch Hoffnung auf das beinahe Unmögliche.

Vor drei Jahren gaben die Kalifornier als erstes NBA-Team überhaupt in den Finals noch eine 3:1-Führung aus der Hand und scheiterten gegen die Cleveland Cavaliers von Superstar LeBron James. Nun steht die beste Basketball-Mannschaft der jüngeren Vergangenheit im Duell mit den Toronto Raptors selbst vor dem jähen Ende ihres Traums vom dritten Titel in Serie. «Ich war schon selbst auf der falschen Seite eines 3:1», erinnerte Warriors-Profi Draymond Green. «Warum sollten wir nicht unsere eigene Geschichte schreiben?»

Das Team aus Oakland muss nach der 92:105-Heimniederlage nun in der Nacht zum Dienstag (MESZ) in Toronto unbedingt gewinnen, um die Endspiel-Serie weiter offen zu halten. Die Raptors würden mit einem weiteren Erfolg hingegen Geschichte schreiben und sich zum ersten kanadischen NBA-Champion krönen. «Wir wissen, dass sie der Titelverteidiger sind und, dass sie nicht leicht zu schlagen sind», sagte Raptors-Profi Kyle Lowry, «sie werden kommen, kämpfen und sich darauf vorbereiten, das nächste Spiel zu spielen. Wir haben noch nichts erreicht.»

Dennoch ist der erste Titel für die 1995 gegründete Franchise so nah wie nie zuvor. «Aber um ein viertes Spiel zu gewinnen, muss man geduldig sein», weiß Superstar Kawhi Leonard, der mit 36 Punkten der beste Werfer der Partie war.

Der Neuzugang ist auch weiterhin überragender Akteur der bisherigen Serie und steht vor seiner zweiten Auszeichnung als wertvollster Spieler des Finals. Diese sicherte er sich bereits vor fünf Jahren für die San Antonio Spurs. «Er spielte großartig», lobte Warriors-Star Stephen Curry. «Er hat jeden wichtigen Wurf getroffen.»

Für die Warriors könnte es nun der letzte Auftritt in der heimischen Oracle Arena gewesen sein könnte. Golden State bekommt ab der kommenden Saison mit dem Chase Center ein neues Zuhause.

Für eine Aufholjagd wäre die Rückkehr von Kevin Durant ein wichtiger Baustein. Den 30-Jährigen Superstar bremst aber weiterhin eine hartnäckige Wadenverletzung aus. Über seinen aktuellen Gesundheitszustand ist wenig bekannt, Dubs-Coach Steve Kerr wollte nach Spiel vier keine Prognose abgeben. Die Warriors-Fans hoffen aber, dass Durant rechtzeitig fit wird. Sein Mitwirken würde die Chancen, noch einmal in die Oracle Arena zurückzukehren, deutlich erhöhen.

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