Beachvolleyball
Laura Ludwig verliert Finale - Poniwaz-Brüder überraschen

Olympiasiegerin Laura Ludwig hat mit ihrer neuen Partnerin ihren achten DM-Titel verpasst. Auch die favorisierten Vize-Weltmeister Thole/Wickler mussten anderen den Vortritt lassen.

Sonntag, 01.09.2019, 16:10 Uhr aktualisiert: 01.09.2019, 16:14 Uhr
Laura Ludwig (l) und Margareta Kozuch unterlagen im Finale 1:2.
Laura Ludwig (l) und Margareta Kozuch unterlagen im Finale 1:2. Foto: Georg Hochmuth

Timmendorfer Strand (dpa) - Deutschlands Beach-Queen Laura Ludwig hat es nicht geschafft, ihren achten Titel als deutsche Meisterin zu erringen und damit ihren Rekord auszubauen.

Einen Tag, nachdem die Olympiasiegerin zum zehnten Mal als «Beachvolleyballerin des Jahres» ausgezeichnet worden war, verlor sie mit ihrer neuen Partnerin Margareta Kozuch auf dem mit 6300 Zuschauern prall gefüllten Center Court von Timmendorfer Strand das Finale gegen Karla Borger und Julia Sude mit 1:2 (13:21, 26:24, 12:15).

Dabei sahen die an Nummer eins gesetzten Borger/Sude lange wie souveräne Sieger aus, vergaben im zweiten Satz zwei Matchbälle, lagen im dritten Durchgang scheinbar aussichtslos mit 5:9 hinten, um dann für eine erneute Wende zu sorgen. «Ich bin fertig mit den Nerven», sagte Julia Sude. Die Blockspielerin hatte lobende Worte für die unterlegenen Rivalinnen parat: «Die beiden haben richtig aufgedreht, nachdem wir sie im ersten Satz gut im Griff hatten.» Einen Tag vor ihrem 32. Geburtstag erkämpfte Sude mit ihrer Partnerin ein Preisgeld von 10.000 Euro.

Bei den Männern sorgten die Zwillinge Bennet und David Poniwaz mit dem 2:1 (21:14, 19:21, 15:9) gewonnenen Finale gegen Jonathan Erdmann und Sven Winter für eine riesige Überraschung. Die Brüder, die Beachvolleyball nebenberuflich betreiben und nur auf der deutschen Tour auftreten, ließen sämtliche vom Deutschen Volleyball-Verband geförderten Nationalteams hinter sich. Die Vize-Weltmeister Julius Thole/Clemens Wickler beendeten die Meisterschaften auf Rang fünf, da sie zur Neuansetzung des Viertelfinals gegen das Duo Bergmann/Harms, das am Abend zuvor wegen Dunkelheit abgebrochen worden war, nicht mehr antraten.

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