Ehemaliger Zehnkämpfer
Busemann: Kazmirek und Kaul können WM-Medaille holen

Doha (dpa) - Der frühere Weltklasse-Zehnkämpfer Frank Busemann traut dem deutschen Duo Kai Kazmirek und Niklas Kaul bei der Leichtathletik-WM in Katar trotz der starken Konkurrenz eine Medaille zu.

Mittwoch, 02.10.2019, 07:40 Uhr aktualisiert: 02.10.2019, 07:44 Uhr
Immer gut für eine Medaille: Zehnkämpfer Kai Kazmirek.
Immer gut für eine Medaille: Zehnkämpfer Kai Kazmirek. Foto: Bernd Thissen

«Kai und Niklas sind gut drauf. Die beiden sind Richtung Bronzeplatz unterwegs», sagte Busemann in Doha der Deutschen Presse-Agentur. Der 44-Jährige ist bei den Titelkämpfen als ARD-Experte im Einsatz. Auch für Busemann ist Weltrekordler Kevin Mayer aus Frankreich der große Gold-Favorit.

«Mayer hat im Vorfeld Kritik geäußert, eigentlich ist er in guter Form, allerdings sind das störende Baustellen, die hemmen können», erklärte Busemann. «Er hat aber so viel Vorsprung, dass er Fehler machen kann - und die macht er eigentlich selten.» Den Kanadier Damian Warner sieht Busemann, der 1996 in Atlanta Sensations-Zweiter wurde, «auf dem Papier ganz klar als zweite Kraft».

Erstmals finden Zehn- und Siebenkampf bei der WM gleichzeitig statt. «Dass der Wettkampf nur acht Stunden am Tag dauert, ist ein Riesenvorteil», sagte Busemann, der seine Karriere 2003 beendet hat. «Im Stadion ist die Hitze erträglich, und eigentlich ist der Wettkampf für gute Leistungen wie gemacht», sagte der WM-Dritte von 1997 in Athen. Die Jahreszeit sei aber «eher ungewöhnlich».

Europameister Arthur Abele und der frühere Vize-Weltmeister Rico Freimuth fehlen in Doha. Routinier Kazmirek von der LG Rhein-Wied hofft auf einen Coup wie 2017 in London, als er Bronze holte. Der 21 Jahre alte Mainzer Kaul gilt als Top-Talent seiner Zunft.

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