Wasserball-Bundestrainer
Hagen Stamm: Jungs verkraften Olympia-Verlegung nicht

Berlin (dpa) - Nach der Verlegung der Olympischen Spiele von Tokio ins kommende Jahr muss Wasserball-Bundestrainer Hagen Stamm für sein Team weiter Aufbauarbeit leisten.

Mittwoch, 01.04.2020, 11:21 Uhr aktualisiert: 01.04.2020, 11:24 Uhr
Muss für sein Team weiter Aufbauarbeit leisten: Wasserball-Bundestrainer Hagen Stamm.
Muss für sein Team weiter Aufbauarbeit leisten: Wasserball-Bundestrainer Hagen Stamm. Foto: Bernd Thissen

«Meine aktuelle Aufgabe besteht darin, die Wunden bei den Spielern zu kühlen. Wir haben eine tolle Vorbereitung gemacht - und eine teure», sagte er auf der Internetseite des rbb. Aus gesundheitlichen Gründen sei die Verschiebung der Spiele um ein Jahr verständlich. «Aber die Jungs verkraften es überhaupt nicht.»

Der 59 Jahre alte Bundestrainer sei sich zudem nicht sicher, ob im kommenden Jahr noch alle seiner Athleten mit dabei seien. «Bei den Spielern stecken natürlich auch familiäre und berufliche Planungen dahinter.» Entscheidend sei vor allem, die Motivation der Spieler hoch zu halten. Wie schaffe man es, dass die Männer im nächstes Jahr noch einmal mit dem gleichen Elan in die Vorbereitung gehen, fragte Stamm.

Besonders bitter ist die Tokio-Absage in diesem Jahr für die deutschen Wasserballer vor allem aufgrund der guten Vorbereitung. «Wir waren an dem Punkt, wo wir hinwollten. Viel besser als noch bei der Europameisterschaft im Januar, weil wir weniger Verletzte hatten», sagte Stamm. Das Team sei topfit gewesen. Beim Vorbereitungsturnier in Hamburg im März hatte das deutsche Team zwei von drei Duellen gewonnen. Auch gegen Favoriten habe man gut ausgesehen, so Stamm.

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