Ehemaliger Football-Profi
Vollmer über Brady-Wechsel: «Wird ganz komisch»

Boston (dpa) - Der Legenden-Status von Quarterback-Superstar Tom Brady wird nach Meinung des ehemaligen deutschen NFL-Profis Sebastian Vollmer (35) auch bei Misserfolg mit seinem neuen Team nicht leiden.

Montag, 06.04.2020, 07:17 Uhr aktualisiert: 06.04.2020, 07:20 Uhr
Spielte mit Tom Brady bei den New England Patriots zusammen: Der ehemalige deutsche NFL-Football-Spieler Sebastian Vollmer.
Spielte mit Tom Brady bei den New England Patriots zusammen: Der ehemalige deutsche NFL-Football-Spieler Sebastian Vollmer. Foto: Jörg Carstensen

«Ich glaube die Patriots-Zeit steht für sich selbst. Selbst wenn es in die Hose geht, dann wird es eben vergessen oder man sagt: Ja, war halt Tampa Bay. Die sind jetzt nicht gerade vom Erfolg verwöhnt in den letzten Jahren», sagte Vollmer der Deutschen Presse-Agentur über seinen ehemaligen Teamkollegen bei den New England Patriots. «Ich glaube nicht, dass man rückblickend die 20 Jahre bei den Patriots in ein negatives Licht rückt.»

Der 42 Jahre alte Brady hat in seiner Profi-Karriere im American Football bislang nur für die Patriots gespielt und mit dem Team sechsmal den Super Bowl gewonnen. Vollmer war bei zwei der Titel in der Mannschaft. Kommende Saison spielt Brady nun für die Tampa Bay Buccaneers aus Florida.

«Das wird ganz komisch, wenn bei den Patriots ein anderer Quarterback aufläuft. Aber auch, wenn die 12 auf einem roten Trikot steht. Ich glaube, dass viele Fans Brady auch feiern, obwohl sie Patriots-Fans sind», sagte Vollmer.

Der Familienvater hat etwas Sorge vor möglichen Debatten in den US-Medien über das nun gesprengte Trainer-Quarterback-Duo Bill Belichick und Brady. «Ich hab immer gesagt, dass ich mir gewünscht hätte, dass Brady und Bill zusammen aufhören. Ich würde die Diskussion gerne vermeiden, wer jetzt dafür verantwortlich war, dass die Patriots so erfolgreich waren», sagte Vollmer. «Wenn die Patriots jetzt mies sind und Tampa kommt in den Super Bowl oder anders herum, dann heißt es, es lag nur an einem - das würde ich nicht wollen.»

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