Ehemaliger Chefbundestrainer
Lambertz warnt vor Gesundheitsrisiko für Schwimmer

Düsseldorf (dpa) - Der langjährige Chefbundestrainer der deutschen Schwimmer, Henning Lambertz, befürchtet bei zu wenig oder falschem Training in der Corona-Krise gesundheitliche Probleme für die Leistungssportler. Für Top-Schwimmer sei derzeit Ausdauertraining außerhalb des Beckens unabdingbar.

Dienstag, 07.04.2020, 12:46 Uhr aktualisiert: 07.04.2020, 12:50 Uhr
Warnt vor gesundheitlichen Problemen bie den Schwimm-Leistungssportlern: Henning Lambertz.
Warnt vor gesundheitlichen Problemen bie den Schwimm-Leistungssportlern: Henning Lambertz. Foto: Maurizio Gambarini

«Ansonsten könnte ich mir vorstellen, dass es bei andauernder Shutdown-Problematik zu gesundheitlichen Problemen kommen kann, die man vielleicht nicht abrupt und sofort merkt, aber die einen langfristig doch verfolgen», wird der 49-Jährige am Dienstag von der «Rheinischen Post» zitiert. «Deswegen hoffe ich, dass jeder verantwortungsvoll mit der Situation umgeht.»

Lambertz, der die besten deutschen Schwimmer von 2013 bis 2018 als Chefbundestrainer betreute, führte aus: «Ein abruptes Herausreißen eines Hochleistungssportlers, der es gewohnt war, zehn bis elf Einheiten pro Woche à zwei bis drei Stunden zu trainieren, ist vom gesundheitlichen Aspekt her nie ganz ohne Risiko. Da muss man auch im Hinterkopf haben, dass ein Sportler, der seine Karriere beendet, dieses so genannte Abtrainieren hinter sich bringen sollte, damit es eben nicht zu Herzrhythmusstörungen oder ähnlichem kommt.»

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