Coronavirus-Pandemie
Kanu-Weltverband sagt alle Veranstaltungen bis September ab

Leipzig (dpa) - Der Kanuweltverband ICF hat alle Veranstaltungen bis September abgesagt oder verschoben, teilte die ICF mit. Man wolle sich jedoch die Möglichkeit offen lassen, im Spätsommer noch einige internationale Wettbewerbe auszurichten, «sofern die Bedingungen dies zulassen».

Donnerstag, 07.05.2020, 13:52 Uhr aktualisiert: 07.05.2020, 13:54 Uhr
Seit 2008 Präsident des Kanu-Weltverbandes (ICF): José Perurena López.
Seit 2008 Präsident des Kanu-Weltverbandes (ICF): José Perurena López. Foto: Bartlomiej Zborowski

Dafür gebe es aber Voraussetzungen. Die nationalen Verbände müssen in der Lage sein, an der Veranstaltung teilzunehmen; alle Athleten müssen vor dem Wettkampf über ausreichende Trainingsmöglichkeiten verfügen, und die Kosten für internationale Reisen müssen für die Teilnehmer erschwinglich sein.

Der Weltverband hatte im Vorfeld seiner Entscheidung eine Umfrage unter mehr als 1000 Athleten durchgeführt. Ein Großteil hatte den Wunsch geäußert, in irgendeiner Form wieder Wettkämpfe auszutragen.

Die ursprünglich von der ICF abgesagten Junioren- und U23-Kanuslalom- Weltmeisterschaften sowie die nicht-olympischen Kanusprint- Weltmeisterschaften, die ursprünglich für Anfang Juli in Ljubljana bzw. Szeged angesetzt waren, sollen auf September verschoben werden. Eine Überprüfung der Situation für diese Wettbewerbe solle Ende Mai 2020 erfolgen.

Die Kanuslalom-Weltcups im französischen Pau und in Prag wurden vorläufig auf Oktober oder November verschoben, das Weltcup-Finale und die nicht-olympische WM in Markkleeberg bei Leipzig soll im September oder Oktober ausgetragen werden. Die ICF will in Zusammenarbeit mit den Organisatoren mindestens drei Monate vor Beginn des Wettbewerbs den Status für eine Austragung überprüfen.

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