Gewalt in den USA
NFL-Chef spricht Familie von getötetem Floyd Beileid aus

New York (dpa) - Der Chef der amerikanischen Football-Liga NFL, Roger Goodell, hat der Familie des bei einem brutalen Polizeieinsatz in Minneapolis getöteten Afroamerikaners George Floyd sein Beileid ausgesprochen.

Sonntag, 31.05.2020, 08:37 Uhr aktualisiert: 31.05.2020, 08:40 Uhr
Roger Goodell sprach der Familie des bei einem Polizeieinsatz in Minneapolis getöteten Afroamerikaners George Floyd sein Beileid aus.
Roger Goodell sprach der Familie des bei einem Polizeieinsatz in Minneapolis getöteten Afroamerikaners George Floyd sein Beileid aus. Foto: Brynn Anderson

In einer Stellungnahme auf der NFL-Homepage erklärte Goodell, die NFL-Familie sei zutiefst betroffen von den tragischen Ereignissen. «Die Reaktionen der Demonstranten auf diese Vorfälle spiegeln den Schmerz, die Wut und den Frust wider, den so viele von uns empfinden.»

Wie die momentanen Ereignisse unterstrichen, bleibe für das Land und die Liga viel zu tun. «Es bleibt ein dringender Handlungsbedarf», schrieb Goodell, der an zwei weitere Fälle erinnerte. Die Liga sei sich ihres Einflusses bewusst und nehme ihre Verantwortung an. Man wolle die systemischen Themen zusammen mit Spielern, Clubs und Partnern weiterhin angehen.

Im American Football hatte der damals bei den San Francisco 49ers beschäftigte Quarterback Colin Kaepernick 2016 eine Protestwelle zum Thema soziale Ungerechtigkeit in den USA gestartet. Der heute 32-Jährige war während der Nationalhymne auf die Knie gegangen. Seit 2017 hat er keinen Vertrag mehr bekommen. Kaepernick hatte bei Twitter nach dem Tod von Floyd geschrieben: «Wir haben das Recht, uns zu wehren.»

Basketball-Trainer Dwane Casey von den Detroit Pistons schrieb auf der Homepage des NBA-Clubs, die jetzigen Ereignisse erinnerten ihn an seine Kindheit in Kentucky. Vor 54 Jahren sei er als damals Achtjähriger «in eine weiße Schule gegangen, in der ich weder erwünscht noch willkommen war. Damals habe er sich hilflos gefühlt. Diese Empfindungen hätten auch heutzutage immer noch viele Menschen. «Die Ungerechtigkeiten gehen weiter, und nichts scheint sich zu ändern», erklärte Casey.

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