Basketball
Schröders Thunder raus aus NBA-Playoffs

Die Saison der Oklahoma City Thunder ist vorbei. Dennis Schröder muss am Ende mitansehen, wie ihm und seinen Teamkollegen gegen die Houston Rockets kein Wurf mehr gelingen will.

Donnerstag, 03.09.2020, 14:28 Uhr aktualisiert: 03.09.2020, 14:30 Uhr
Dennis Schröder (l) von den Oklahoma City Thunder und Houstons Star James Harden im Zweikampf.
Dennis Schröder (l) von den Oklahoma City Thunder und Houstons Star James Harden im Zweikampf. Foto: Mark J. Terrill

Orlando (dpa) - Dennis Schröder schlug seinem Ex-Teamkollegen Russell Westbrook anerkennend auf die Brust und verabschiedete sich enttäuscht in die Kabine.

Nach großem Kampf schieden die Oklahoma City Thunder um den deutschen Basketball-Nationalspieler in der ersten Runde der NBA-Playoffs aus. In einem am Ende hektischen, dramatischen und unübersichtlichen Spiel kassierten die lange unterschätzten Thunder im entscheidenden siebten Spiel ein 102:104 und verloren die Serie mit 3:4-Siegen.

«Wir haben hart gekämpft das ganze Jahr. Viele Leute haben uns angezweifelt, aber wir haben das nicht gemacht. Das ist eine harte Niederlage», sagte Topstar Chris Paul. Teamkollege Lu Dort hatte mit 30 Punkten alle Stars überragt, war bei seinem letzten Versuch aber geblockt worden. Schröder erzielte zwölf Punkte und kam auf sechs Rebounds sowie fünf Assists. Der 26-Jährige spielte insgesamt eine gute Serie, hatte aber Probleme mit seinem Dreipunktewurf.

Nach der Partie bedankte sich der Braunschweiger via Instagram bei seiner Ehefrau Ellen, die ihm eine «beeindruckende Leistung» attestierte. «Familie (kommt) immer zuerst», schrieb er auf englisch. «Im nächsten Jahr geht's nach oben.» 57 Tage lang waren die Thunder in der NBA-Blase auf dem Gelände von Disney World. Zwischenzeitlich hatte Schröder das abgeschlossene System in Florida verlassen, um bei der Geburt des zweiten gemeinsamen Kinds dabei zu sein.

Trotz der bitteren Niederlage konnte er nun wie die weiteren Thunder-Profis mit erhobenem Haupt die Heimreise antreten. Vor dem Saisonstart im Oktober hatten Oklahoma City die Analysten von ESPN weniger als 0,2 Prozent Chancen auf eine Teilnahme in den Playoffs eingeräumt - nun machten sie den Rockets um die beiden Superstars James Harden und Russell Westbrook das Leben richtig schwer. «OKC hat Respekt verdient. Die haben hart gespielt», sagte Harden. Offensiv war er weit unter seinem üblichen Niveau, hatte aber dennoch die wichtigste Szene des Spiels: Als Verteidiger blockte er den Wurfversuch Dorts.

Eine wild spielende Offensive der Thunder hatte da bereits viele Chancen auf ein Halbfinal-Duell der Western Conference mit den Los Angeles Lakers verbaselt. Nach dem wohl wichtigsten Harden-Block der Saison kamen die Thunder mit 1,1 Sekunden Spielzeit am Mittwoch ein letztes Mal an den Ball, konnten die Möglichkeit zum siegbringenden Wurf aber erneut nicht nutzen.

Daniel Theis von den Boston Celtics ist damit der letzte Deutsche, der noch Chancen auf die Meisterschaft in der stärksten Basketbal-Liga der Welt hat. Auch Maxi Kleber war mit den Dallas Mavericks in der ersten Runde der Playoffs gegen die Los Angeles Clippers ausgeschieden. Die Celtics führen in ihrer Serie gegen den Titelverteidiger Toronto Raptors 2:0. Im anderen Halbfinale der Eastern Conference straucheln die Milwaukee Bucks um Giannis Antetokounmpo und kassierten am Mittwoch die zweite Niederlage gegen die Miami Heat.

© dpa-infocom, dpa:200903-99-412042/3

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