Beach-Volleyball
Duo Kozuch/Ludwig überzeugt zum DM-Auftakt

Sportlich lief alles wie erwartet. Die Rahmenbedingungen bei den deutschen Beach-Volleyball-Meisterschaften in Timmendorfer Strand sind in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie ungewohnt.

Donnerstag, 03.09.2020, 19:41 Uhr aktualisiert: 03.09.2020, 19:44 Uhr
Feierten einen gelungenen DM-Auftakt: Margareta Kozuch (r) und Laura Ludwig.
Feierten einen gelungenen DM-Auftakt: Margareta Kozuch (r) und Laura Ludwig. Foto: Georg Hochmuth

Timmendorfer Strand (dpa) - Überraschungen blieben zum Auftakt des Frauen-Turniers bei den deutschen Beach-Volleyball-Meisterschaften aus.

Die Titelverteidigerinnen Karla Borger und Julia Sude starteten am Donnerstag in Timmendorfer Strand mit einem 2:0 (21:14, 21:16) gegen Svenja Müller/Sarah Schulz, Sandra Ittlinger/Chantal Laboureur wiesen Antonia Stautz/Leonie Welsch in zwei Sätzen (21:16, 21:14) in die Schranken.

Auch die Hamburger Nationalteams Laura Ludwig/Margareta Kozuch und Leonie Körtzinger/Sarah Schneider hatten zuvor schon nichts anbrennen lassen. Die an Nummer eins gesetzten Ludwig/Kozuch ließen Chenoah Christ und Hanna Ziemer mit 2:0 (21:14, 21:17) keine Chance, Körtzinger/Schneider erwiesen sich beim 2:0 (21:15, 21:17) als zu stark für Christine Aulenbrock/Sandra Ferger aus Oythe.

Am Freitag spielen Borger/Sude und Ittlinger/Laboureur in der Gruppe B um Platz eins, der zum direkten Einzug ins Viertelfinale qualifiziert, genau wie Kozuch/Ludwig gegen Körtzinger/Schneider in der Gruppe A. Die Meisterschaften sind mit 60.000 Euro dotiert.

Ein größeres Augenmerk als dem sportlichen Treiben gilt der Atmosphäre bei den Titelkämpfen. Wo sonst 6000 Zuschauer Platz finden, dürfen in diesem Jahr nur 200 Fans auf den Tribünen sitzen. Für Julia Sude ein außergewöhnliches Erlebnis: «Man merkt extrem, dass die Lautstärke fehlt. Ich weiß genau, wo meine Leute sitzen und kann Gesichter von Menschen, die mir wichtig sind, klarer erkennen.» Ihre Partnerin Karla Borger registrierte nach dem Auftaktsieg, «dass es ungewohnt ist, so wenige Zuschauer zu haben, die Moderatoren aus dem Livestream und dazu ein bisschen Musik zu hören».

Timmendorfer Strand ist das Mekka der Szene. «Schon wenn ich von der Autobahn abfahre und auf dem letzten Stück Richtung Hotel bin, spüre ich das Kribbeln», sagte der WM-Zweite Julius Thole. Doch in diesem Jahr ist alles anders. Der Deutsche Volleyball-Verband (DVV) hat klare Hygiene-Richtlinien erstellt. Die lediglich 64 Spieler und Spielerinnen plus jeweils einem Trainer pro Team plus medizinischem Betreuer sollen sich möglichst nur auf dem Eventgelände aufhalten.

Die Maßnahmen sehen auch Sanktionen vor, die bis zu einem Ausschluss von den Titelkämpfen gehen können. Trotzdem ist die DM ein Höhepunkt. Für Olympiasiegerin Laura Ludwig ist es wichtig, «dass wir froh sein können, hier überhaupt spielen zu dürfen».

© dpa-infocom, dpa:200903-99-420439/3

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