Ludwig muss warten
Ittlinger/Laboureur Beachvolleyball-Meisterinnen

Sandra Ittlinger und Chantal Laboureur haben sich den Titel bei den deutschen Beachvolleyball-Meisterschaften in Timmendorfer Strand gesichert - und staunen selbst. Im Finale schlagen sie Olympiasiegerin Laura Ludwig mit Partnerin Margareta Kozuch.

Samstag, 05.09.2020, 19:29 Uhr aktualisiert: 05.09.2020, 19:32 Uhr
Sandra Ittlinger (l) und Chantal Laboureur (Münster/Friedrichshafen) jubeln nach ihrem Finalsieg bei den Deutschen Beachvolleyball-Meisterschaften.
Sandra Ittlinger (l) und Chantal Laboureur (Münster/Friedrichshafen) jubeln nach ihrem Finalsieg bei den Deutschen Beachvolleyball-Meisterschaften. Foto: Frank Molter

Timmendorfer Strand (dpa) - Beachvolleyball-Olympiasiegerin Laura Ludwig muss weiter auf ihren ersten deutschen Meistertitel mit ihrer neuen Partnerin Margareta Kozuch warten.

Das Duo aus Hamburg verlor das Finale in Timmendorfer Strand mit 1:2-Sätzen (21:19, 16:21, 9:15) gegen Sandra Ittlinger und Chantal Laboureur. Während Ittlinger erstmals den Titel gewann, ist es für die Stuttgarterin Laboureur bereits die zweite Meisterschaft nach 2017. Für ihren Erfolg kassierten sie 10 000 Euro.

Am Sonntag fällt die Entscheidung bei den Männern. Im ersten Halbfinale (10.05 Uhr) stehen sich die Hamburger WM-Zweiten Julius Thole/Clemens Wickler und Alexander Walkenhorst/Sven Winter gegenüber. Das zweite Vorschlussrunden-Spiel (11.00 Uhr) bestreiten Paul Becker/Jonas Schröder gegen Nils Ehlers/Eric Stadie. Das Endspiel ist am Nachmittag (15.30 Uhr).

Die 34-jährige Laura Ludwig hatte am Samstag zum 15. Mal im Finale der deutschen Meisterschaft gestanden. Den bislang letzten von ihren sieben Titeln holte sie 2016 mit ihrer Olympia-Partnerin Kira Walkenhorst. Mit Kozuch (33) bildet Ludwig seit 2019 ein Paar.

Ittlinger (26) und Laboureur (30) gewannen, weil sie am Ende variantenreicher spielten und vor allem im Entscheidungssatz die Nummer eins der Setzliste voll unter Kontrolle hatten. «Ich weiß noch gar nicht, was ich machen soll, wenn man bei der DM fertig ist und das letzte Spiel nicht verloren hat», sagte Ittlinger nach ihrer Titel-Premiere.

Vor nur 200 Zuschauern - mehr waren wegen der Corona-Auflagen nicht zugelassen - zeigte ihre Partnerin deutlich mehr Emotionen. Laboureur spielt seit Anfang 2019 nicht mehr mit ihrer langjährigen Partnerin Julia Sude zusammen. Sie tat sich mit Ittlinger zusammen, wurde nach der Saison an der Schulter operiert und konnte erst im Frühsommer wieder auf Wettkampfniveau trainieren. «Das war eine sehr harte Zeit, ich hätte nicht gedacht, dass ich für die Mühen so belohnt werde», sagte die Stuttgarterin.

In zwei Wochen wollen Ittlinger und Laboureur bei den Europameisterschaften im lettischen Jurmala starten. Ziel: mindestens das Halbfinale, um wichtige Punkte für die Olympia-Qualifikation zu sammeln.

© dpa-infocom, dpa:200905-99-441772/6

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