Fehlt beim Deutschland Cup
Eishockey-Bundestrainer positiv auf Corona getestet

Der Eishockey-Bundestrainer hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Dadurch findet der Deutschland Cup in der kommenden Woche ohne Toni Söderholm statt, der sich so sehr auf sein auf persönliches Comeback gefreut hatte. Das Turnier selbst ist nicht gefährdet.

Sonntag, 01.11.2020, 14:54 Uhr aktualisiert: 01.11.2020, 14:56 Uhr
Eishockey-Bundestrainer Toni Söderholm hat sich mit dem Coronavirus infiziert.
Eishockey-Bundestrainer Toni Söderholm hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Foto: Armin Weigel

Krefeld (dpa) - Eishockey-Comeback ohne Bundestrainer: Das deutsche Nationalteam muss beim Deutschland Cup in der kommenden Woche wegen eines positiven Corona-Tests auf Chefcoach Toni Söderholm verzichten.

Der 42 Jahre alte Finne war nach Angaben des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) vom Sonntag am Ende der vergangenen Woche positiv getestet worden. «Das ist ganz klar die größte persönliche Enttäuschung, die ich selbst als Spieler oder Trainer erlebt habe», sagte Söderholm, der in der Vorbereitung auf sein geplantes persönliches «Comeback» beim Traditionsturnier in Krefeld (5. bis 8. November) zuvor über typische Symptome geklagt und Fieber bekommen hatte. Inzwischen gehe es ihm aber schon wieder besser.

Der Bundestrainer hatte coronabedingt das Nationalteam zuletzt vor einem Jahr beim Deutschland Cup 2019 betreut. Während der Pandemie mussten anschließend Länderspiele und auch die Weltmeisterschaft im Mai in der Schweiz abgesagt werden. Er sei «unwahrscheinlich froh», dass es für das Nationalteam und ihn nun wieder los gehe, hatte Söderholm zuletzt zum bevorstehenden Deutschland Cup gesagt.

Daraus wird zumindest für ihn nun wieder nichts. Das Turnier selbst ist nicht gefährdet, da Söderholm nach seinem Test noch keinen Kontakt zu den Spielern hatte. In Krefeld sollen nun der deutsche U18-Trainer Steffen Ziesche und der Chefcoach des Fischtown Pinguins aus Bremerhaven, Thomas Popiesch, die deutsche Auswahl betreuen. «Alle taktischen Dinge sind ganz klar, und ich kann von daheim eingreifen, wenn es nötig ist. Wir werden jeden Tag zwei bis vier Mal in Kontakt sein und die Abläufe und Inhalte besprechen», sagte Söderholm.

Nicht mit dabei sind auch Verteidiger Moritz Seider und Stürmer Patrick Hager. Der mit einem NHL-Vertrag der Detroit Red Wings ausgestattete Seider ist aktuell bei Rögle BK aktiv und kann Schweden wegen der dortigen Pandemielage laut DEB derzeit nicht verlassen. Zum Fehlen von Münchens Stürmer Hager machte der Verband keine Angaben.

Der Deutschland Cup soll für das gesamte Eishockey in Deutschland das lang ersehnte Comeback werden. Der DEB unternahm große Anstrengungen, damit das Turnier trotz der Corona-Pandemie stattfinden kann. Unter anderem ein hohes finanzielles Minus wegen fehlender Zuschauereinnahmen nimmt der Verband unter anderem in Kauf. Mehrere Nationen hatte ihre Teilnahme wegen der sprunghaft steigenden Infektionszahlen in Europa abgesagt. Notgedrungen sprang das deutsche Olympia-Perspektivteam ein. Dritter Teilnehmer ist Lettland.

Seit März, als die Deutsche Eishockey Liga ihre Saison wegen des Coronavirus abgebrochen hatte, wurde in Deutschland nicht mehr auf professionellem Niveau gespielt. Noch ist unklar, ob die DEL in diesem Winter überhaupt wieder in eine Saison starten kann.

© dpa-infocom, dpa:201101-99-166242/3

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