Olympia
Coe: Nach Russland-Urteil Morddrohungen erhalten

Rio de Janeiro (dpa) - IAAF-Präsident Sebastian Coe hat nach dem Olympia-Ausschluss der russischen Leichtathleten sogar Morddrohungen erhalten. Entsprechende Medienberichte bestätigte der 59 Jahre alte Brite in einem Interview der «New York Times».

Samstag, 20.08.2016, 09:32 Uhr aktualisiert: 20.08.2016, 09:36 Uhr
Sebastian Coe hat nach dem Olymia-Ausschluss russischer Leichtathleten Morddrohungen erhalten.
Sebastian Coe hat nach dem Olymia-Ausschluss russischer Leichtathleten Morddrohungen erhalten. Foto: Michael Kappeler

Allerdings wollte sich der Präsident des Weltverbandes IAAF nicht näher dazu äußern. Die Morddrohungen seien in russischer Sprache gekommen, schrieb die NYT.

Die IAAF hatte den russischen Leichtathletik-Verband im November 2015 suspendiert; eine Untersuchung hatte gravierende Beweise für systematisches Staats-Doping ans Licht gebracht. Im Juni hatte das IAAF-Council diesen Bann bestätigt - das war das Olympia-Aus für die russischen Leichtathleten um Stabhochspringerin Jelena Issinbajewa .

Einen Olympia-Ausschluss sämtlicher russischer Sportler lehnte das Internationale Olympische Komitee ( IOC ) danach allerdings ab. Komplett waren damit nur Leichtathleten und Gewichtheber für die Sommerspiele in Rio gesperrt.

Trotz unterschiedlicher Positionen in der Causa Russland habe sein Verhältnis zu IOC-Präsident Thomas Bach keinen Schaden genommen, versicherte Lord Coe . «Das sehe ich nicht so», meinte der zweimalige Olympiasieger über 1500 Meter (1980/1984). «Thomas und ich, wir kennen uns seit 35 Jahren. Ich kenne seine Haltung in Bezug auf leistungssteigernde Mittel. Ich habe ganz genau die gleiche.»

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4243160?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686210%2F2686249%2F
Nachrichten-Ticker