RUSADA-Wiederzulassung
Russlands Sportminister: WADA kann Labor inspizieren

Moskau (dpa) - Russland will internationalen Doping-Kontrolleuren kurz vor Ablauf einer wichtigen Frist erneut Zutritt zu einem Analyselabor in Moskau gestatten.

Montag, 24.12.2018, 14:15 Uhr aktualisiert: 24.12.2018, 14:18 Uhr
Soll der WADA offenstehen: Das Moskauer Doping-Analyselabor.
Soll der WADA offenstehen: Das Moskauer Doping-Analyselabor. Foto: Alexander Zemlianichenko

Das Labor sei bereit für einen weiteren Besuch der Experten von der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA), sagte der russische Sportminister Pawel Kolobkow der Nachrichtenagentur Tass. «Alles, was aus unseren Forderungen und Zielen resultierte, wurde ihnen zur Verfügung gestellt. Jetzt warten wir auf ihre Antwort. Wir können sie auch morgen empfangen.»

Hintergrund sind Auflagen für eine dauerhafte Wiederzulassung der russischen Anti-Doping-Agentur RUSADA. So muss Russland bis zum Jahresende Kontrolleuren den Zugang zum Moskauer Analyselabor und den dortigen Doping-Daten und -Proben gewähren. Anderenfalls wird die Entscheidung vom Herbst, die RUSADA zuzulassen, wieder aufgehoben.

Die WADA-Kontrolleure waren am Freitag mit leeren Händen aus Moskau abgereist. In einer Mitteilung danach hieß es: «Das Team konnte seine Mission nicht innerhalb der vorgeschriebenen Frist abschließen.» Die russischen Behörden hätten überraschend gefordert, dass die WADA ihre Ausrüstung «nach russischem Recht zertifizieren» müsse. Die RUSADA war 2015 wegen massiver Dopingvorwürfe gesperrt worden.

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