Russlands Präsident
Putin: Alle Forderungen im Anti-Doping-Kampf erfüllt

Moskau (dpa) - Im Kampf gegen Doping im russischen Sport sieht Kremlchef Wladimir Putin alle internationalen Forderungen an sein Land erfüllt. Er verlangte deshalb die russischen Sportler bei den Olympischen Sommerspielen 2020 in Japan ohne Einschränkungen antreten zu lassen.

Mittwoch, 27.03.2019, 16:15 Uhr aktualisiert: 27.03.2019, 16:18 Uhr
Chefsache: Kremlchef Wladimir Putin verlangt, dass die russischen Sportler 2020 in Japan ohne Einschränkungen antreten können.
Chefsache: Kremlchef Wladimir Putin verlangt, dass die russischen Sportler 2020 in Japan ohne Einschränkungen antreten können. Foto: -

Es müsse alles dafür getan werden, die Interessen der Sportler zu schützen, sagte Putin der Agentur Interfax zufolge bei einer Sitzung mit Sportfunktionären. Es dürfe kein Anlass geboten werden, den Sport für politische Zwecke gegen die Interessen Russlands zu missbrauchen, sagte er.

Russland ist seit November 2015 für internationale Titel- und Wettkämpfe der Leichtathletik gesperrt - wegen systematischen Dopings. Einzelne Sportler des Landes dürfen aber unter neutraler Flagge antreten. Der Leichtathletik-Weltverband IAAF hatte erst in diesem Monat erklärt, dass die Suspendierung gegen den russischen Verband RUSAF bestehen bleibe, weil noch nicht alle Bedingungen erfüllt seien.

Anders als die IAAF hatte die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA im vorigen September eingelenkt. Sie hob die Suspendierung der russischen Anti-Doping-Agentur RUSADA auf, obwohl das Land das Staatsdoping bis heute nicht zugegeben hat.

Die RUSADA hatte am 26. März in Moskau mitgeteilt, dass die Verstöße gegen die Anti-Doping-Regeln in Russland 2018 um fast das Zweieinhalbfache zugenommen hätten - im Vergleich zum Jahr davor. Konkret waren es demnach 146 Verstöße (2017: 59).

Es seien auch etwa anderthalbmal so viele Proben genommen worden - und zwar 9502 im Vergleich zu 6196 Proben im Jahr davor. In diesem Jahr soll es 11.000, im kommenden Jahr 13.000 Tests geben. Die Finanzierung dafür sei erhöht worden, hieß es.

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