F1-Rennen in Bahrain
FIA reagiert auf Appell von Menschenrechtsorganisationen

Sakhir (dpa) - Der Motorsport-Weltverband FIA hat sich zum Aufruf von Menschenrechtsorganisationen an Verbandschef Jean Todt geäußert, sich für mutmaßliche politische Gefangene in Bahrain einzusetzen.

Donnerstag, 28.03.2019, 16:45 Uhr aktualisiert: 28.03.2019, 16:48 Uhr
Der Motorsport-Weltverband FIA reagiert auf Kritik am F1-Rennen in Bahrain.
Der Motorsport-Weltverband FIA reagiert auf Kritik am F1-Rennen in Bahrain. Foto: Jan Woitas

«Die FIA glaubt an die einheitsstiftende Rolle des Sports und seinen positiven Einfluss, Menschen zusammenzubringen», teilte der Weltverband vor dem Formel-1-Rennen am Persischen Golf mit. Der Sport solle «diese Mission entschlossen» verfolgen.

Unter anderen hatten Human Rights Watch und das in London ansässige Bahrain Institut für Recht und Demokratie vor dem zweiten Formel-1-Rennen der Saison nach eigenen Angaben einen Brief an Todt geschrieben. Darin prangern sie angebliche Menschenrechtsverletzungen in Verbindung mit dem Rennen an und fordern, dass sich der Verband in diesem Zusammenhang insbesondere für die Freilassung von zwei Personen einsetzen soll.

Von Kritik an der Situation in dem Königreich ist der Grand Prix in der Wüste praktisch jedes Jahr begleitet. 2011 war das Rennen nach der Niederschlagung politischer Proteste, bei denen auch Menschen ums Leben kamen, abgesagt worden. Es ging vor allem darum, dass sich die schiitische Bevölkerungsmehrheit von der sunnitischen Königsfamilie benachteiligt fühlt.

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