DOSB-Chef
Hörmann begrüßt Russland-Sanktionen: «Auf die Strafbank»

Lausanne (dpa) - Alfons Hörmann hat als Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes die Sanktionen gegen Russland begrüßt.

Montag, 09.12.2019, 15:03 Uhr aktualisiert: 09.12.2019, 15:06 Uhr
Begrüßt die Sanktionen gegen Russland: DOSB-Chef Alfons Hörmann.
Begrüßt die Sanktionen gegen Russland: DOSB-Chef Alfons Hörmann. Foto: Frank Rumpenhorst

«Wer über Jahre hinweg die Werte des Sports mit Füßen tritt, gehört auf die Strafbank. Insofern ist die heutige Rote Karte seitens der WADA nur die logische Konsequenz für das unablässige Manipulieren und Verstoßen gegen die Regeln des Weltsports», sagte Hörmann in einer DOSB-Mitteilung.

Hörmann sieht allerdings die Gefahr, dass dem Urteil erhebliche juristische Auseinandersetzungen folgen werden. Dies sei aber alternativlos. «Die entscheidende Frage ist einmal mehr: Ist die Strafe schmerzvoll genug, dass in Russland ein Umdenken stattfindet und wertorientiertes Handeln erreicht wird oder erleben wir nur eine neue Stufe des weiter so?», ergänzte Hörmann.

Die Wada hat Russland wegen der Manipulierung der Dopingdaten aus dem Moskauer Labor für vier Jahre gesperrt und bestätigte damit die Empfehlungen der unabhängigen Prüfkommission CRC. Demnach wird die russische Anti-Doping-Agentur Rusada bis 2023 gesperrt. Athleten des Landes dürfen in diesem Zeitraum nicht unter der russischen Fahne, sondern nur als neutrale Sportler starten, wenn sie nicht in den Staatsdoping-Skandal verwickelt gewesen sind.

Dies gilt für die Olympischen und Paralympischen Spiele 2020 in Tokio und 2022 in Peking, die Olympischen Jugendspiele und Weltmeisterschaften von Sportarten, die den Wada-Code unterschrieben haben, sowie sogenannten «Major Sport-Events».

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