Klassifizierungskodex
Rollstuhlbasketball: Verband will Paralympics-Aus abwenden

Berlin (dpa) - Mareike Miller, Spielführerin der deutschen Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft, wehrt sich gegen den drohenden Ausschluss ihrer Sportart von den diesjährigen Paralympics in Tokio.

Dienstag, 04.02.2020, 10:46 Uhr aktualisiert: 04.02.2020, 10:50 Uhr
Dem Rollstuhlbasketball droht der Ausschluss von den Paralympics in Tokio.
Dem Rollstuhlbasketball droht der Ausschluss von den Paralympics in Tokio. Foto: Du Xiaoyi

«Diese Nachricht jetzt - wenige Monate vor Beginn der Spiele - und dazu durch eine Pressemitteilung zu erhalten, ist erschütternd und inakzeptabel», sagte die 29-Jährige in einer Mitteilung von des Vereins Athleten Deutschland.

Das Internationale Paralympische Komitee (IPC) hatte das Aus für Tokio und für die Paralympics 2024 in Paris angedroht, sollte der Internationale Rollstuhlbasketballverband (IWBF) seine Regeln nicht an das Klassifizierungssystem des IPC anpassen. «Die Meldung des IPC hat uns Spielerinnen und Spieler tief getroffen. Wir alle haben unfassbar viel Zeit und Energie in die Qualifikation für Tokio 2020 und die laufende Vorbereitung gesteckt. Wir haben berufliche und private Ziele dem Sport untergeordnet», sagte Miller.

Der IWBF hat bisher unter anderem seinen Klassifizierungskodex nicht an die 2015 geänderten Vorgaben des IPC angepasst. Der Tokio-Ausschluss ist nur durch die Umsetzung eines vom IPC verlangten Aktionsplans abzuwenden.

IWBF-Präsident Ulf Mehrens, auch Vorsitzender des Deutschen Rollstuhl-Sportverbandes kündigte an, dass man in Zusammenarbeit mit den nationalen paralympischen Komitees und Verbänden alles Mögliche tun werde, «um sicherzustellen, dass bei den Paralympics in Tokio sowie bei zukünftigen Paralympischen Spielen Rollstuhlbasketball gespielt wird».

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