Risiko-Analysen
DOSB aktualisiert Richtlinien zu Coronavirus

Frankfurt/Main (dpa) - Der Deutsche Olympische Sportbund hat angesichts des expandierenden Coronavirus seine Risiko-Analysen aktualisiert und mit neuen Empfehlungen ergänzt.

Mittwoch, 26.02.2020, 17:43 Uhr aktualisiert: 26.02.2020, 17:46 Uhr
Das Logo des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB).
Das Logo des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB). Foto: Britta Pedersen

«Wie bereits in den Vorbewertungen dargestellt, raten wir weiterhin von Reisen nach China, unabhängig von der Region, definitiv ab. Aufgrund der Ausbreitung in anderen Ländern wäre auch von Reisen nach Südkorea abzuraten sowie den betroffenen Provinzen in Norditalien», heißt es in einer Mitteilung.

Neben China seien noch andere Länder in den Fokus gerückt, in denen die Ausbreitung der Erkrankung nicht sicher unter Kontrolle ist. In Südkorea, Italien, Japan, Singapur und Iran gebe es «Übertragungen im Land in einem nennenswerten Bereich». Die Situation in Südkorea und Italien sei «besonders besorgniserregend».

Es gebe derzeit «eine Reihe von Gründen, Wettkämpfe und Trainingslager in diesen Gebieten auszusetzen», teilte der DOSB mit. «Nicht nur wegen der gesundheitlichen Gefahren, die teilweise noch überschaubar zu sein scheinen, sondern vor allem auch wegen zahlreicher logistischer Probleme und völlig unklarer Rückreiseoptionen bzw. Quarantänerisiken.»

Bei nach Deutschland zurückkehrenden Athleten «sollte prinzipiell nur getestet werden, wenn Kontakt mit nachweislich Erkrankten plus Symptome gegeben sind», wird in der Analyse betont. Für Organisationen, die ihre eigenen Athleten aus einem Risikogebiet zurückerwarten, wird «eine häusliche Quarantäne für 14 Tage» empfohlen. Zu den expliziten Risikogebieten zählen aktuell die Provinz Hubei mit Wuhan und die Städte Wenzhoo, Hangzhou, Neningbo und Taizhou in China. Die europäische Gesundheitsbehörde ECDC erkläre mittlerweile Gesamt-China zur Risikozone.

«Wir werden weiterhin täglich die Situation analysieren und stehen diesbezüglich auch in engem Kontakt mit dem Robert-Koch-Institut», heißt es in der DOSB-Mitteilung.

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