Leichtathletik-Präsident
Sebastian Coe zu Olympia: «Keine Chancengleichheit»

London (dpa) - Leichtathletik-Weltverbandspräsident Sebastian Coe ist besorgt über die massiven Einschränkungen der Olympia-Qualifikation durch die Coronavirus-Pandemie.

Donnerstag, 19.03.2020, 11:59 Uhr aktualisiert: 19.03.2020, 12:02 Uhr
Hat die Tokio-Spiele noch nicht abgeschrieben: Sebastian Coe, Präsident der International Association of Athletics Federations (IAAF).
Hat die Tokio-Spiele noch nicht abgeschrieben: Sebastian Coe, Präsident der International Association of Athletics Federations (IAAF). Foto: Michael Kappeler

Dennoch wolle er die Tokio-Spiele und deren Eröffnung am 24. Juli nicht abschreiben. «Ja, das denke ich», sagte der Brite der englischen Zeitung «The Times». «Wir wenden den Löwenanteil unserer Arbeitszeit dafür auf, wie wir herausfinden, ob sie stattfinden können oder nicht.»

Coe ist aber auch klar, dass durch die Pandemie-Einschränkungen «keine Chancengleichheit» bei einer geplanten Ausrichtung der Sommerspiele gewährleistet sein wird. «Alle unsere Verbände stehen vor der gleichen Herausforderung, in einer sehr, sehr schwierigen Situation», sagte er. Während sich die Lage in China verbessere, sei es nun schwieriger für Athleten in Europa geworden. «Ein italienischer Langstreckenläufer muss momentan zu Hause bleiben. Das ist eine massive Herausforderung», so der einstige Weltklasseläufer.

Gleiche Wettkampfchancen würde es nach derzeitigem Stand kaum geben. «Die Realität ist, dass das vielleicht nicht in jedem Fall möglich ist, aber wir wollen alles tun, um das zu erreichen», sagte Coe. «Die verschiedenen Länder haben sehr unterschiedliche Einschränkungen im Bereich der öffentlichen Gesundheit. Wenn Sie in Italien, Frankreich oder Spanien leben, ist es im Moment sehr kompliziert.»

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