Coronavirus-Pandemie
Russland setzt Doping-Kontrollen aus - Cas-Anhörung später

Moskau (dpa) - Russland wird in der kommenden Woche wegen des Coronavirus die Doping-Kontrollen bei seinen Athleten aussetzen, und auch die Anhörung vor dem Internationalen Sportgerichtshof Cas soll nach Angaben aus Russland erst im Juni erfolgen.

Freitag, 27.03.2020, 15:24 Uhr aktualisiert: 27.03.2020, 15:26 Uhr
Die Wada hatte Russland für vier Jahre für internationale Großwettkämpfe wie Olympische Spiele und Weltmeisterschaften gesperrt.
Die Wada hatte Russland für vier Jahre für internationale Großwettkämpfe wie Olympische Spiele und Weltmeisterschaften gesperrt. Foto: Jan Woitas

Die Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) hatte Russland für vier Jahre für internationale Großwettkämpfe wie Olympische Spiele und Weltmeisterschaften gesperrt - nur Sportler, die sich unabhängigen Kontrollen unterziehen, sollen als neutrale Athleten zugelassen werden. Gegen das Urteil hat Russland Berufung beim Cas eingelegt. Ursprünglich war der Termin im April oder Mai erwartet worden.

Als Maßnahme gegen die Corona-Pandemie hatte die russische Regierung angeordnet, in der nächsten Woche nicht zu arbeiten, sagte die Vize-Chefin der russischen Anti-Doping-Agentur Rusada, Margarita Pachnozkaja. Dies gelte auch für die Mitarbeiter der Agentur. Die Tests sollten später wieder aufgenommen werden. Die Wada sei darüber informiert worden, hieß es der Agentur Tass zufolge. Auch in anderen Ländern wurden die Tests ausgesetzt oder reduziert.

In Russland gibt es bislang vergleichsweise wenig Corona-Fälle. Die Zahl steigt jedoch rasant an: Am Freitag wurden erstmals mehr als 1000 Infizierte offiziell registriert. Im Kampf gegen die hochansteckende Krankheit Covid-19 werden die Russen kommende Woche in einen siebentägigen Zwangsurlaub geschickt. Restaurants und Bars wurden im ganzen Land geschlossen.

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