Corona-Krise
Olympia-Verschiebung: Speerwerfer Röhler kritisiert IOC

Berlin (dpa) - Speerwurf-Olympiasieger Thomas Röhler hat die mangelnde Kommunikation zwischen dem Internationalen Olympischen Komitee und den Athleten vor der Verschiebung der Olympischen Spiele in Tokio kritisiert.

Freitag, 27.03.2020, 17:47 Uhr aktualisiert: 27.03.2020, 17:50 Uhr
Kritisiert das IOC: Speerwerfer Thomas Röhler.
Kritisiert das IOC: Speerwerfer Thomas Röhler. Foto: Michael Kappeler

«Wir waren vom IOC immer darüber informiert, dass die Spiele gehalten werden sollen und wir weiter trainieren sollen. Aber dass man mit uns Athleten ernsthaft darüber gesprochen hat, dass wir seit Februar vor einem gemeinsamen Problem stehen, das habe ich persönlich wenig wahrgenommen«, sagte der 28 Jahre Thüringer in einem Beitrag für «Extra Time - Der Eurosport Podcast».

Röhler ist auch Athletensprecher des internationalen Leichtathletik-Verbandes World Athletics. «Es ist erstaunlich, wir machen seit Jahrhunderten Sport, aber beim Mitspracherecht der Athleten, da herrscht noch Unsicherheit», sagte der Europameister. «Wie gehe ich mit dieser Vertretung um, wie funktioniert es, seine Meinung zu äußern? Insofern bin ich weiter hoffnungsvoll, aber trotzdem noch nicht sicher, was den Zusammenhalt der Athleten in Zukunft angehen wird.»

Nach Meinung Röhlers hat die Verschiebung der Sommerspiele in Tokio auf 2021 wegen der Corona-Krise gravierende Auswirkungen auf die Sportler. Er entscheide im Endeffekt zwar selber über seine Planung. «Aber sobald du in einem Teamgefüge steckst, ist so eine Verschiebung viel komplizierter. Es gibt auch Kritik, dass Sportler älter geworden sind und Karriereenden drohen. Und gerade bei Frauen spielt dann vielleicht auch die Familienplanung eine Rolle», meinte der Weltklasse-Speerwerfer aus Jena. «Das ist eine Riesen- Herausforderung.»

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