Weltverband World Athletics
Athletenvertreter Christian Taylor: «Wir wollen echte Macht»

Frankfurt/Main (dpa) - Dreisprung-Olympiasieger Christian Taylor fordert mehr Mitspracherecht im Leichtathletik-Weltverband World Athletics.

Mittwoch, 29.07.2020, 14:05 Uhr aktualisiert: 29.07.2020, 14:08 Uhr
Christian Taylor, amerikanischer Gründer der unabhängigen Athletenvertretung «The Athletics Association».
Christian Taylor, amerikanischer Gründer der unabhängigen Athletenvertretung «The Athletics Association». Foto: Walter Bieri

«Wir wollen Einfluss in der Exekutive, wir wollen echte Macht», sagte der amerikanische Gründer der unabhängigen Athletenvertretung «The Athletics Association» im Interview der «Süddeutschen Zeitung». «Wenn die Athleten mit einer Entscheidung nicht einverstanden sind, muss sichergestellt sein, dass die dann auch nicht umgesetzt wird.»

Die Gründung der Vereinigung war auch eine Reaktion auf die Streichung der Disziplinen 200 Meter, 3000 Meter Hindernis, Diskuswurf und Dreisprung aus dem Programm der Diamond League. Die Meeting-Serie ist eine der großen Einnahmequellen der Leichtathleten. «Das war der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte», erklärte Taylor. Dies sei eine Folge davon gewesen, dass alle Entscheidungen in den Händen der Verbände liegen würden.

«Wir Athleten haben fast sämtlichen Einfluss über die Show verloren, die wir ja erst bieten», sagte er. «Die Verbände sagen immer, wir Athleten seien die zentralen Figuren in diesem Schauspiel - warum werden wir dann nicht in die zentralen Entscheidungen einbezogen?»

Er habe mit vielen Sportlern gesprochen und den Eindruck gewonnen, dass nicht nur die Breite, sondern auch die Spitze sehr unzufrieden ist», sagte Taylor. «Wenn die Erfolgreichsten unglücklich sind, läuft etwas grundlegend falsch.»

© dpa-infocom, dpa:200729-99-967388/2

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