DFL-Chef
Seifert sieht noch Kritikpunkte bei Europapokal-Reform

Berlin (dpa) - Ligachef Christian Seifert hat Verständnis dafür, dass bei der geplanten Reform der Champions League nicht alle Vorschläge aus der Bundesliga umgesetzt werden.

Sonntag, 11.04.2021, 20:54 Uhr aktualisiert: 11.04.2021, 20:58 Uhr
Christian Seifert, Geschäftsführer der DFL GmbH und Sprecher des Präsidiums des DFL e.V., spricht während einer Pressekonferenz.
Christian Seifert, Geschäftsführer der DFL GmbH und Sprecher des Präsidiums des DFL e.V., spricht während einer Pressekonferenz. Foto: Arne Dedert

«Wir sollten uns - übrigens nicht nur im Fußball - davor hüten, zu glauben, die Wahrheit sei für die deutsche Sichtweise gepachtet», schrieb der Geschäftsführer der Deutschen Fußball Liga in einem Gastbeitrag für den «Kicker» (Montag). Es liege auf der Hand, dass sich «angesichts der teilweise frappierend auseinandergehenden Vorstellungen» nicht alle Erwartungen aus Deutschland oder vom Dachverband European Leagues erfüllen würden.

Bei den Plänen der Europäischen Fußball-Union (UEFA) gebe es aber weiterhin Kritikpunkte. Seifert nannte «vor allem die Anzahl der Vorrundenspiele sowie die diskutierte Möglichkeit, dass zumindest einzelne Clubs sich nicht auf sportlichem Weg für die europäischen Wettbewerbe qualifizieren würden, sondern über eine Koeffizientenregel». Zudem machte sich der DFL-Chef im Zuge der Änderungen für eine «gestärkte Regulierung» der Finanzen durch die UEFA und eine Gehaltsobergrenze stark.

Eine Entscheidung über die tiefgreifende Reform des Europapokals soll am 19. April fallen. Im Kern geht es darum, in welchem Format die Champions League ab 2024 gespielt wird. Auf dem Tisch liegt der Vorschlag, dass 36 statt bislang 32 Teams teilnehmen sollen. Gespielt werden soll dann nicht mehr in acht Vorrundengruppen sondern in nur einer Liga, in der aber nicht Jeder gegen Jeden antritt. Die Zahl der Partien pro Saison würde deutlich ansteigen.

Organisatorisch wäre die Reform für die DFL laut Seifert einfacher als für andere Ligen umzusetzen, weil die Bundesliga nur mit 18 Mannschaften spielt und es nur einen nationalen Pokal-Wettbewerb gibt.

© dpa-infocom, dpa:210411-99-165345/2

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