Ex-Tennis-Star
Becker kritisiert ARD und ZDF wegen fehlender Übertragungen

Stuttgart (dpa) - Der dreimalige Wimbledonsieger Boris Becker hat die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender ARD und ZDF kritisiert und ihnen eine Mitschuld am darbenden Status der Sportart Tennis gegeben.

Freitag, 05.04.2019, 07:35 Uhr aktualisiert: 05.04.2019, 07:38 Uhr
Geht mit den Öffentlich-Rechtlichen hart ins Gericht: Boris Becker.
Geht mit den Öffentlich-Rechtlichen hart ins Gericht: Boris Becker. Foto: Arne Dedert

Dass es keinen neuen Tennis-Boom in Deutschland gebe, «liegt an den Fernsehschaffenden» sagte Becker in einem Interview der «Stuttgarter Zeitung» und der «Stuttgarter Nachrichten». «So lange im öffentlich-rechtlichen Fernsehen lieber ein Drittligaspiel im Fußball als ein Wimbledon-Finale live übertragen wird – so lange wird sich daran wenig ändern. Da hat keine andere Sportart eine Chance.»

Die Rechte für die vier Grand-Slam-Turniere im Tennis sind aktuell alle vergeben. Für das Wimbledon-Finale im vergangenen Jahr hatte das ZDF kurzfristig beim Rechteinhaber Sky eine Sub-Lizenz erworben und den Sieg von Angelique Kerber gegen Serena Williams live übertragen. Die TV-Rechte für die Turniere in Melbourne (Australian Open), Paris (French Open) und New York (US Open) liegen bei Eurosport.

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