Show-Events in Berlin
Rittner vor Tennis-Turnieren: Sind uns Verantwortung bewusst

Berlin (dpa) - Vor den beiden Tennis-Einladungsturnieren in Berlin hat Turnierdirektorin Barbara Rittner die Vorbildfunktion der Veranstaltungen nicht nur für den Sport unterstrichen.

Samstag, 11.07.2020, 11:47 Uhr aktualisiert: 11.07.2020, 11:50 Uhr
Barbara Rittner ist die Damen-Chefin beim Deutschen Tennis Bund.
Barbara Rittner ist die Damen-Chefin beim Deutschen Tennis Bund. Foto: Arne Dedert

Es sei wichtig, sich der Verantwortung für die Tennis-Szene bewusst zu sein, sagte die deutsche Damentennis-Chefin in einem Interview der «Berliner Zeitung». «Am allerliebsten wäre uns natürlich, dass nach diesem Event alle fragen: Wie sieht euer Hygienekonzept aus? Und wir vielen damit weiterhelfen können, nicht nur dem Sport, sondern der ganzen Eventwelt», sagte Rittner.

Das Hygienekonzept für die jeweils dreitägigen Turniere umfasst laut Rittner 59 Seiten. Im Steffi-Graf-Stadion im Berliner Grunewald dürfen von Montag bis Mittwoch jeweils bis zu 800 Eintrittskarten verkauft werden, für die Veranstaltung in einem Hangar des ehemaligen Flughafens Tempelhof von Freitag bis Sonntag bis zu 200 Tickets.

Für Zuschauer herrscht laut Rittner Maskenpflicht, bis sie an ihrem Platz sitzen. «Sie bekommen am Anfang Fieber gemessen, und sie müssen durch eine Hygienekabine laufen. Natürlich geht es dann nicht, dass ein Spieler in Interaktion mit Zuschauern tritt, auch wenn wir das alle vermissen werden», erklärte die langjährige Bundestrainerin.

Trotz der Absagen des deutschen Top-Spielers Alexander Zverev und des Australiers Nick Kyrgios sieht Rittner ein sportlich nach wie vor großartiges Turnier. Als Ersatz verpflichteten die Veranstalter die Top-15-Spieler Roberto Bautista Agut aus Spanien, Matteo Berrettini aus Italien und Karen Chatschanow aus Russland. Zu den je sechsköpfigen Feldern zählen auch der Österreicher Dominic Thiem, Wimbledonsiegerin Petra Kvitova aus Tschechien sowie die deutschen Profis Julia Görges, Andrea Petkovic und Jan-Lennard Struff.

Er freue sich, dass die Turniere stattfinden, sagte Struff der «Bild»-Zeitung. «Sicherheit geht aber über alles und muss gewährleistet sein für alle Beteiligten. Ich will aber unbedingt zurück auf den Platz», betonte die deutsche Nummer zwei.

© dpa-infocom, dpa:200711-99-754126/2

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