Neuer Hertha-Coach
Klinsmann-Vision: Identifikation wie Liverpool oder Barca

Berlin (dpa) - Jürgen Klinsmann hat seine Vision der Zukunft von Hertha BSC noch einmal skizziert und die Sehnsucht in der Hauptstadt nach einem international erfolgreichen Club beschrieben.

Freitag, 06.12.2019, 10:25 Uhr aktualisiert: 06.12.2019, 15:48 Uhr
Hat eine Vision: Hertha-Coach Jürgen Klinsmann.
Hat eine Vision: Hertha-Coach Jürgen Klinsmann. Foto: Andreas Gora

«Ich glaube, dass die Berliner den inneren Wunsch haben, eine Hertha zu sehen, die irgendwann mal ihr eigenes Stadion hat, irgendwann in Europa präsent ist und sich überregional positioniert», sagte der ehemalige Bundestrainer in einem Interview dem Sender DAZN.

Klinsmann übernahm vor knapp anderthalb Wochen den Posten als Trainer bei der Hertha. Zum Auftakt seiner Rettungsmission hatte er mit dem Berliner Verein eine 1:2-Niederlage am vergangenen Samstag daheim gegen Borussia Dortmund kassiert.

Vor der Partie am Freitagabend (20.30 Uhr/DAZN) bei Eintracht Frankfurt war Hertha BSC auf den 16. Tabellenplatz in der Fußball-Bundesliga abgerutscht. Es sei eine sehr spezielle Situation, die im ersten Moment nicht so schön aussehe, räumte Klinsmann ein, meinte aber auch: «Die Früchte kommen, wir glauben daran.»

Klinsmann meinte zudem, dass die Hertha auch einmal einen Identifikationsgrad erreichen kann wie europäische Topvereine. «Ich glaube schon, dass dann auch die Identifikation genauso sein kann und vielleicht auch schon so ist, wie du sie in Liverpool fühlst, wenn du durch Liverpool gehst. Wie du sie in Manchester, Barcelona oder anderen Städten siehst.»

Er sprach sich auch explizit für das geplante reine Fußballstadion aus, dass die Hertha bauen will. «Im weiten Rund des wundervollen, alten, ehrwürdigen Olympiastadions ist es unglaublich schwer für alle Fans, nah dran zu sein», betonte Klinsmann.

Berlin sehne sich danach, dass Dinge passieren würden in der Zukunft. Es sei eine ganz besondere Stadt, «da braucht man nicht drumrum reden. Da muss man sich auch zu bekennen», betonte der gebürtige Schwabe und Wahl-Kalifornier. «Vieles ist möglich.»

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