Bundesliga
Jens Lehmann folgt auf Klinsmann in Hertha-Aufsichtsrat

Diese Personalie passt zu Hertha BSC. Nach dem Intermezzo mit Jürgen Klinsmann engagiert Geldgeber Lars Windhorst nun Jens Lehmann für den Aufsichtsrat des aufstrebenden Fußball-Bundesligisten. Der frühere Nationaltorwart ist bekannt für pointierte Kommentare.

Sonntag, 10.05.2020, 17:38 Uhr aktualisiert: 10.05.2020, 17:41 Uhr
Jens Lehmann übernimmt den Platz von Jürgen Klinsmann im Hertha-Aufsichtsrat.
Jens Lehmann übernimmt den Platz von Jürgen Klinsmann im Hertha-Aufsichtsrat. Foto: Michael Hanschke

Berlin (dpa) - Hertha BSC setzt auch nach dem unrühmlichen Gastspiel von Jürgen Klinsmann weiter auf bekannte Namen. Ex-Nationaltorwart Jens Lehmann übernimmt den Posten des im Februar Hals über Kopf als Trainer zurückgetretenen Klinsmann im Aufsichtsrat des Berliner Fußball-Bundesligisten.

Das bestätigte ein Sprecher von Investor Lars Windhorst der Deutschen Presse-Agentur. Der 50-jährige Lehmann soll sich in dem Gremium wie zuvor Klinsmann in dessen nur wenige Wochen währenden Amtszeit um sportliche Belange kümmern. Ebenso neu in den Aufsichtsrat zieht der Berater Marc Kosicke ein, zu dessen Klienten die Trainer Jürgen Klopp vom FC Liverpool und Julian Nagelsmann von Bundesliga-Konkurrent RB Leipzig gehören.

«Das Angebot von Lars Windhorst, an der weiteren Entwicklung von Hertha BSC mitzuarbeiten, habe ich gerne angenommen», wurde Lehmann in einer Pressemitteilung von Windhorsts Tennor-Group zitiert. «Ich sehe dies aktuell als eines der interessantesten Projekte im Fußball», betonte Lehmann. Fast wortgleich hatte sich Klinsmann nach seiner Berufung ins Kontrollgremium der Hertha geäußert und die Hertha als eines der spannendsten Projekte in ganz Europa tituliert. Zuletzt war Lehmann mit kontroversen Aussagen zum Coronavirus in die Schlagzeilen geraten.

Der ehemalige Bundestrainer Klinsmann war nach seinem spektakulären Rückzug als Hertha-Trainer im Februar von den Aufgaben als Aufsichtsrat entbunden worden. Diese hatte er übernommen, bevor er im Dezember als Chefcoach bei den Berlinern eingesprungen war. Nach seinem vielfach kritisierten Rückzug nach Kalifornien war er auch bei Windhorst in Ungnade gefallen.

«Ich freue mich sehr, dass sich Jens Lehmann und Marc Kosicke für uns bei Hertha engagieren werden. Beide bringen ein hohes Maß an Erfahrung und Professionalität mit. Sie werden beitragen, die hohen Ziele von Tennor und der Hertha zu erreichen und den Verein gemeinsam in eine erfolgreiche Zukunft zu führen», sagte Windhorst.

Über seine Beteiligungsgesellschaft Tennor hatte Windhorst 2019 für 224 Millionen Euro insgesamt 49,9 Prozent an der Hertha BSC GmbH & Co. KGaA erworben. Er kann zwei Vertreter in den Aufsichtsrat schicken.

Kosickes Engagement ist durchaus pikant. Wenn die Hertha Ende Mai in Leipzig gastiert, wird das Aufsichtsratsmitglied gleichzeitig Berater des gegnerischen Trainers Nagelsmann sein. «Ich freue mich sehr über das Vertrauen von Lars Windhorst und Tennor. Mit meiner Expertise im Fußballbusiness leiste ich gerne einen Beitrag zum Erreichen der großen Ziele, die sich Hertha zusammen mit Lars Windhorst gesetzt hat», sagte Kosicke.

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