28. Spieltag
Druck für Hoeneß, Chance für Wolf: Hoffenheim empfängt Bayer

Hoffenheim ist zuletzt sieglos, Leverkusen unter Wolf noch ohne Makel: Zum Abschluss des 28. Spieltags ein Duell, das die einen Richtung Abstiegskampf und die anderen Richtung Europa bringen könnte.

Montag, 12.04.2021, 07:24 Uhr aktualisiert: 12.04.2021, 07:26 Uhr
Trainer Sebastian Hoeneß trifft mit der TSG 1899 Hoffenheim zum Abschluß des 28. Spieltages am Montagabend auf Bayer 04 Leverkusen.
Trainer Sebastian Hoeneß trifft mit der TSG 1899 Hoffenheim zum Abschluß des 28. Spieltages am Montagabend auf Bayer 04 Leverkusen. Foto: Uwe Anspach

Sinsheim (dpa) - Die TSG 1899 Hoffenheim gegen Bayer Leverkusen und das auch noch zur ungeliebten Fan-Zeit an einem Montagabend (20.30 Uhr/DAZN): Zum Abschluss des 28. Bundesliga-Spieltags kommt einiges zusammen, was viele Fußballanhänger in den vergangenen Jahren gerne lautstark kritisierten.

In Corona-Zeiten ist das Publikum eh außen vor und auch für Hoffenheims Cheftrainer Sebastian Hoeneß sind die für die Zukunft bereits abgeschafften Montagsspiele derzeit «kein Thema». Er spiele lieber am Wochenende, aber aktuell «möchte ich da kein Fass aufmachen», sagte der 38 Jahre alte Neffe von Uli Hoeneß.

In der derzeitigen Tabellenlage birgt das Duell der Kraichgauern mit der Werkself aber jede Menge Brisanz. Für Hoffenheim, das sich vor Saisonbeginn den internationalen Wettbewerb als Ziel setzte, droht das Abrutschen in die Abstiegszone, nachdem Arminia Bielefeld und Hertha BSC am Wochenende gepunktet haben. «Wir werden eine Reaktion zeigen. Das ist das, was wir machen werden. Ich werde keine große Kampfansage weiter machen. Es ist an der Zeit, einfach zu liefern und nicht nur zu reden», stellte Hoeneß klar.

Nachdem die TSG zuletzt drei Spiele in Serie verlor, sind endgültig alle Europa-Ziele abgehakt. Nach Pokalniederlagen gegen Zweitligist Greuther Fürth (DFB-Pokal) und Molde FK (Europa League) droht eine durch und durch enttäuschende Saison. «Wir sind gewarnt. Es gibt keinen Blick nach oben, aber es muss einen Blick nach vorne geben», sagte Hoeneß. Ob er will oder nicht: Spätestens nach der Saison dürfte es bei dem Club auch um seine Zukunft gehen. Vorgänger Alfred Schreuder musste im Juni 2020 in Hoffenheim gehen, obwohl er eine deutlich bessere Bilanz aufweisen konnte.

Den Trainerwechsel bereits hinter sich hat Leverkusen, das sich von Peter Bosz im März trennte und nun bis Saisonende auf Hannes Wolf setzt. Nach dem erfolgreichen Start mit einem 2:1 gegen Schalke soll es nun auch spielerisch noch etwas besser werden. «Das geht mit Sicherheit noch flüssiger und noch runder», gab Wolf nach dem gelungenen Einstand zu. «Aber das sind Dinge, die muss man sich erarbeiten. Erst seien die «Basics» dran, dann komme «das Spielerische oben drauf». Mit einem Sieg in Sinsheim könnte Leverkusen zum Fünften Dortmund aufschließen und die Lücke auf Rang sieben vergrößern.

© dpa-infocom, dpa:210411-99-165549/3

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