Bob
Nico Walther löst mit Sieg in Königssee Weltcup-Ticket

Nach der Schmach von Sotschi setzt Cheftrainer Christoph Langen auf jugendliche Schnelligkeit. So erhielt Junioren-Weltmeister Nico Walther - auch dank seines Siegs im Viererbob - den Vorzug vor Routinier Machata. Der Weltmeister von 2011 muss warten.

Sonntag, 23.11.2014, 16:08 Uhr aktualisiert: 23.11.2014, 16:12 Uhr

Königssee (dpa) - Junioren-Weltmeister Nico Walther hat mit einem überlegenen Sieg im Viererbob das letzte Weltcup-Ticket gesichert.

Der Riesaer gewann in Königssee die dritte Ausscheidung mit 37/100 Sekunden Vorsprung vor den zeitgleichen Manuel Machata und Zweierbob-Weltmeister Francesco Friedrich. Der wie Friedrich bereits für den Weltcup nominierte Vierer-Weltmeister Maximilian Arndt aus Oberhof fehlte wegen einer Erkrankung.

Der Oberbärenburger Friedrich hatte am Samstag im kleinen Schlitten gewonnen. Mit zwei Bestzeiten verwies er mit Anschieber Martin Grothkopp das Stuttgarter Duo Johannes Lochner/Gino Gerhardi um vier Zehntelsekunden auf den zweiten Platz. Rang drei sicherte sich Vereinskollege Manuel Machata mit Anschieber Joshua Blum. Walther kam mit Marco Hübenbecker auf Rang vier.

Cheftrainer Christoph Langen sprach von einer «knappen und äußerst schweren Entscheidung» und gab für die beiden Weltcup-Rennen in Lake Placid (12./13. Dezember) und Calgary (19./20. Dezember) Youngster Walther den Vorzug. Machata schickte er in die Warteschleife. «Letztendlich setzte sich Walther trotz kleiner Fahrfehler gegenüber Machata durch. Auch wenn ich mir im Zweier bessere Startzeiten von ihm erwünscht hätte», sagte Langen.

Machata kann sich mit einem Gewinn bei den deutschen Meisterschaften im Dezember auf der WM-Bahn in Winterberg neu empfehlen. «Die Entscheidung, die wir trafen, war nicht einfach. Der Einstieg in Übersee hat für uns sehr große Bedeutung. Erst dort wird sich zeigen, wo wir international stehen», sagte Sportdirektor und Generalsekretär Thomas Schwab.

Bei den Frauen gingen die Weltcup-Tickets an die Erfurterin Anja Schneiderheinze, die sich mit Lisette Thöne gegen die Oberhoferin Stefanie Szczurek mit Lisa Buckwitz durchsetzte. Szczurek war zwar Schnellste im zweiten Lauf, hatte aber insgesamt 0,22 Sekunden Rückstand auf die Olympiasiegerin von 2006.

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