Eisschnelllauf
Ihle und Hesse führen bei Sprint-DM - Pechstein achtbar

Die Favoriten haben am ersten Tag der deutschen Eisschnelllauf-Meisterschaften der Sprinter klar den Ton angegeben. Drei Wochen vor der Einzelstrecken-WM in Heerenveen wiesen Nico Ihle und Judith Hesse zum Auftakt in Berlin stabile Form nach.

Samstag, 24.01.2015, 15:05 Uhr aktualisiert: 24.01.2015, 15:07 Uhr

Berlin (dpa) - Weltcupsieger Nico Ihle aus Chemnitz und die Erfurterin Judith Hesse haben nach dem ersten Tag der deutschen Eisschnelllauf-Meisterschaften im Sprint-Vierkampf die Führung übernommen.

Für das international bedeutendste Ergebnis im Sportforum Berlin sorgte Ihle mit seinen 1:09,74 Minuten über 1000 Meter, womit er nur 0,25 Sekunden langsamer war als bei seinem Weltcup-Erfolg an gleicher Stelle vor sieben Wochen. Über 500 Meter kam der Sachse auf 35,21 Sekunden, womit er sogar 0,01 Sekunden schneller war als beim Berliner Weltcup im Dezember.

«Ich bin froh, dass ich jetzt schon so gut drauf bin. Das lässt mich für die WM in Heerenveen hoffen. Aber ich weiß auch: Ich muss noch zulegen. Über 500 Meter muss auf jeden Fall eine Zeit unter 35 Sekunden her, wenn ich vorn mitlaufen will», sagte Ihle, der sich bislang schon fünfmal den nationalen Titel über 500 Meter, aber noch nie im Sprint-Vierkampf gesichert hatte. Am Sonntag strebt er seinen Premieren-Titel an.

Seit 2007 hatte der Berliner Samuel Schwarz den Sprint-Mehrkampf bei nationalen Championats beherrscht. Der Titelverteidiger aus Berlin fehlt bei den Meisterschaften auf seiner Hausbahn wegen eines hartnäckigen Magen-Darm-Infekts.

Gut in Schluss präsentierte sich drei Wochen vor den Weltmeisterschaften auch Judith Hesse, die gleichfalls beide Sprint-Strecken dominierte. Über 500 Meter lief sie 38,47 Sekunden, über die doppelte Distanz war sie in 1:16,52 Minuten schneller als bei ihrem Titelgewinn bei den nationalen Einzelstrecken-Meisterschaften. «Mein Fokus liegt auf der WM. Deshalb will ich jetzt nicht bis an meine Grenzen gehen, um nicht das Risiko einer Erkrankung einzugehen. Mit dem ersten Tag kann ich sehr zufrieden sein», sagte die kleine Thüringerin, die bei Olympia ihre Ziele wegen zweier Fehlstarts über 500 Meter nicht verwirklichen konnte.

Langstrecken-Spezialistin Claudia Pechstein wurde in 1:18,76 Minuten respektable Dritte über 1000 Meter. Die 42 Jahre alte Berlinerin blieb damit nur 0,12 Sekunden hinter der Inzeller WM-Starterin Gabi Hirschbichler. Im Gesamtklassement der Sprinter rangiert Pechstein nach nicht zufriedenstellenden 40,97 Sekunden über 500 Meter auf Platz fünf.

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