Weltcup in Winterberg
Zweiter Dreifach-Erfolg der deutschen Viererbobs

Mit acht von neun möglichen Podestplätzen haben die deutschen Bobteams den Heim-Weltcup in Winterberg dominiert. Damit scheinen die Deutschen auch in der nach-olympischen Saison die Konkurrenz fest im Griff zu haben.

Sonntag, 16.12.2018, 15:07 Uhr
Der deutsche Viererbob siegte auch in Winterberg.
Der deutsche Viererbob siegte auch in Winterberg. Foto: Christophe Gateau

Winterberg (dpa) - Erst gewinnt Nico Walther, dann siegt auch Stephanie Schneider, und am Sonntag krönen Francesco Friedrich und Co. die Heim-Festspiele der deutschen Bob-Piloten mit dem zweiten Dreifach-Erfolg.

Beim Weltcup in Winterberg verbuchten die Gastgeber am Wochenende acht von neun möglichen Podestplätzen. Doppel-Olympiasieger Friedrich setzte sich mit seiner in Pyeongchang siegreichen Viererbob-Crew mit 36 Hundertstelsekunden vor dem für Stuttgart startenden Berchtesgadener Johannes Lochner durch.

Friedrich revanchierte sich zugleich für die knappe Niederlage am Samstag gegen seinen Oberbärenburger Vereinskollegen Walther, der das Auftaktrennen in der Königsklasse gewann und diesmal Dritter wurde. Friedrich fuhr mit seiner Olympia-Crew Candy Bauer, Martin Grothkopp und Thorsten Margis zweimal Start- und Laufbestzeit.

Die Dominanz des Teams von Cheftrainer René Spies war fast schon erschreckend - vor allem für die machtlose Konkurrenz. «Es ist ein sensationelles Ergebnis», sagte Spies. Zufrieden war auch Friedrich: «Ich habe alle Punkte gut erwischt, auch am Start war es so, wie es sein sollte.» Motivationsprobleme kennt der Sachse nicht: «Es gibt noch einige andere Ziele, die wir noch erreichen wollen, die bisher niemand in diesem Sport geschafft hat.»

Am Samstag war den deutschen Bobfahrern ebenfalls ein Dreifach-Erfolg gelungen. Der Olympia-Zweite Walther setzte sich mit Paul Krenz, Alexander Rödiger und Eric Franke knapp vor Friedrich durch. Dritter wurde Lochner.

«Wir haben gleich nach Olympia mit Vollgas weitergearbeitet, während andere Nationen erst mal Probleme haben, ihre Leute zu halten. Da sind wir in Deutschland mit dem Behördensystem aus Bundeswehr und Bundespolizei im Vorteil», sagte Walther und machte hinsichtlich der WM in Whistler und der Heim-WM 2020 in Altenberg eine Kampfansage: «Ich habe zuletzt genug Silber und Bronze gewonnen. Jetzt wird es Zeit, für die richtige Farbe der Medaille.»

Zuvor hatten auch die deutschen Frauen einen Doppel-Erfolg gefeiert. Schneider siegte mit Anschieberin Ann-Christin Strack mit sieben Hundertstelsekunden Vorsprung vor Olympiasiegerin Mariama Jamanka mit Anschieberin Annika Drazek. Vierte hinter der Olympia-Zweiten Elana Meyers-Taylor aus den USA wurde die Winterbergerin Anna Köhler, die von Leonie Fiebig angeschoben wurde.

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