Biathlon-WM
Lesser in Verfolgungsrennen Elfter in Östersund

Die deutschen Biathleten warten bei den Welttitelkämpfen weiter auf die erste Einzelmedaille. In der Verfolgung von Östersund reichte es für Erik Lesser als bestem Deutschen zu Platz elf. Für eine Sensation sorgt der Ukrainer Pidruschni, der Favorit Bö bezwingt.

Sonntag, 10.03.2019, 17:47 Uhr
Erik Lesser beim Verfolgungsrennen in Östersund.
Erik Lesser beim Verfolgungsrennen in Östersund. Foto: Sven Hoppe

Östersund (dpa) - Die deutschen Biathleten haben durch schwache Schießleistungen in der WM-Verfolgung von Östersund die Medaillenrängen klar verpasst.

Beim Sensationssieg des Ukrainers Dmytro Pidruschni lief Erik Lesser im Jagdrennen als bester Deutscher auf Platz elf. Der 30-jährige Thüringer leistete sich drei Fehler und hatte nach 12,5 Kilometern 1:03,3 Minuten Rückstand auf Überraschungsmann Pidruschni. «Im Kampf um die Medaillen hätte ich heute am Ende nach den Fehlern nicht mithalten können, so ehrlich muss ich sein», sagte Lesser. «Aber die Laufform hat heute wieder besser gepasst.»

Der zuvor nie siegreiche Ukrainer Pidruschni verwies nach zwei Strafrunden den haushoch favorisierten Sprint-Weltmeister Johannes Thingnes Bö aus Norwegen, der fünf Fehler schoss, mit 8,3 Sekunden Vorsprung auf Rang zwei. Bronze sicherte sich wie im Sprint der Franzose Quentin Fillon Maillet (3/+ 17,7 Sekunden).

Der Olympia-Dritte Benedikt Doll wurde nach vier Fehlern Zwölfter direkt gefolgt von Sprint-Olympiasieger Arnd Peiffer, der ebenfalls viermal in die Strafrunde musste. Philipp Nawrath (5 Fehler), der Überraschungs-Zwölfte im Sprint, als 21. und Johannes Kühn (6) als 24. verpassten die Top 20. «Die Medaille wäre heute sehr schwer zu erreichen gewesen. Vier Fehler sind nicht total schlecht, aber es reicht eben nicht, um ganz nach vorne zu laufen», sagte Doll.

Die Schützlinge von Bundestrainer Mark Kirchner sind damit nach den ersten beiden Einzelrennen noch ohne Medaille. Lesser hatte 2015 als letzter Deutscher Verfolgungs-WM-Gold geholt. «Das ist insgesamt sicher kein schlechtes Ergebnis, aber es waren doch zu viele Fehler. Jeweils zwei, um genau zu sein», sagte Kirchner.

Bö lief vorne weg, auch wenn sich der 13-malige Saisonsieger einige Unsicherheiten leistete. Lesser lag nach den zwei fehlerfreien Liegeneinlagen als Vierter auf Medaillenkurs. Aber stehend kam Lesser, der 2015 als letzter Deutscher Verfolgungs-Weltmeister wurde, nicht zurecht und verpasste damit wie seine Teamkollegen einen möglichen Medaillenrang.

Bö, der bereits zuvor Gold im Sprint und in der Mixed-Staffel holte, sah beim finalen Schießen wie der sichere Sieger aus. Aber der 25-Jährige leistete sich gleich drei Fahrkarten und konnte die 15 Sekunden Rückstand auf den fehlerfreien Pidruschni trotz seiner herausragenden läuferischen Qualitäten nicht mehr aufholen.

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