Weltcup in Lake Louise
Rebensburg-Sieg bei Super-G: «Nicht schnell angefühlt»

Viktoria Rebensburg ist in bestechender Speed-Form. Die Skirennfahrerin gewinnt den Super-G in Lake Louise und krönt damit die Reise nach Kanada. Dabei hatte sie auf der Strecke kein so überragendes Gefühl.

Sonntag, 08.12.2019, 21:12 Uhr aktualisiert: 08.12.2019, 22:16 Uhr
Viktoria Rebensburg jubelt über ihren Sieg beim Super-G von Lake Louise.
Viktoria Rebensburg jubelt über ihren Sieg beim Super-G von Lake Louise. Foto: Jeff Mcintosh

Lake Louise (dpa) - Mit einer makellosen Vorstellung hat Viktoria Rebensburg den Super-G von Lake Louise gewonnen und einen perfekten Abschluss des Nordamerika-Trips gefeiert.

Die Skirennfahrerin vom Tegernsee setzte sich mit 0,35 Sekunden vor Nicol Delago aus Italien und 0,42 Sekunden vor der drittplatzierten Corinne Suter aus der Schweiz durch. «Es hat sich gar nicht so schnell angefühlt. Es war eine ruhige Fahrt, das ist im Super-G oft nicht so ein gutes Zeichen», sagte die 30-Jährige im ORF nach ihrem 18. Weltcup-Sieg.

Rebensburg war in ihrer Paradedisziplin Riesenslalom in dem Winter noch nicht in Schwung gekommen - dafür passt die Form in den Speeddisziplinen. Schon bei den beiden Abfahrten in Lake Louise hatte sie am Wochenende als Vierte und Neunte überzeugt. «Ich habe schon ein bisschen gewartet, hier auf dem Podium zu stehen», sagte sie.

Mit ihrem 18. Weltcup-Erfolg fehlen Rebensburg nur noch zwei zu Hilde Gergs 20 Siegen und der deutschen Top 3 im ewigen Ranking: Dieses führt Katja Seizinger (36 Siege) vor Maria Höfl-Riesch und Gerg an. Seizinger war übrigens die bis dato letzte deutsche Rennfahrerin, die 1997 zwei oder mehr Super-G nacheinander gewinnen konnte. Dieses Kunststück gelang nun auch Rebensburg, die auch beim Weltcup-Finale im Frühjahr in Andorra in dieser Disziplin erfolgreich gewesen war.

«Ein perfekter Tag für ein Skirennen», hatte sie vor dem Start in Kanada noch gesagt, nachdem nach zwei windigen und verschneiten Tagen die Sonne schien. Dies nutzte Rebensburg, machte keine Fehler und war nicht zu schlagen. Zum Vergleich: Sowohl Abfahrts-Siegerin Nicole Schmidhofer aus Österreich als auch die Weltcup-Gesamtbeste Mikaela Shiffrin aus den USA waren mehr als eine Sekunde langsamer.

Kira Weidle wurde 24. und lag einen Platz vor Michaela Wenig. Katrin Hirtl-Stanggaßinger kam auf Rang 27 und erstmals in ihrer Karriere in die Punkteränge. Veronique Hronek und Patrizia Dorsch schieden aus.

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