Vor der Biathlon-WM
Disl: Bei Herrmann «nicht zu viel Druck aufbauen»

Antholz (dpa) - Vor den am 13. Februar beginnenden Weltmeisterschaften hat Olympiasiegerin Uschi Disl gefordert, die Erwartungen an Deutschlands derzeit beste Biathletin Denise Herrmann nicht zu hoch zu schrauben.

Dienstag, 11.02.2020, 07:14 Uhr aktualisiert: 11.02.2020, 07:16 Uhr
Derzeit die beste deutsche Biathletin: Denise Herrmann.
Derzeit die beste deutsche Biathletin: Denise Herrmann. Foto: Matthias Balk

«Die Erwartungen sind so hoch wie noch nie. Nachdem Denise bei den Titelkämpfen 2019 in Östersund bereits Medaillen geholt hat, erwarten einige Beobachter regelrechte Wunderdinge von ihr», schrieb Disl in einer Kolumne des Onlineportals «t-online.de». Herrmann könne mit Sicherheit Podiumsplätze erreichen. «Aber wir sollten nicht zu viel Druck aufbauen.»

Vergleiche mit den mehrmaligen Olympiasiegerinnen Laura Dahlmeier und Magdalena Neuner will Disl nicht ziehen. «Die waren am Schießstand extrem stabil. Soweit ist Denise noch lange nicht», verdeutlichte die 49-Jährige. «Denise ist erst seit vier Jahren dabei, und das macht sich natürlich besonders beim Schießen bemerkbar. Dennoch ist sie ein absolutes Schießtalent – auch wenn das in der Berichterstattung manchmal anders dargestellt wird.»

Disl prognostiziert, dass ein Norweger der Veranstaltung seinen Stempel aufdrücken wird: «Johannes Thingnes Bö wird der Superstar der WM.» Im Rennen mit dem großen Konkurrenten Martin Fourcade aus Frankreich sieht sie Bö klar im Vorteil. «Martin hat einen Bö-Komplex entwickelt.»

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