Sa., 30.12.2017

Fußball: Hallen-Stadtmeisterschaften Gelmer feiert: "Tim, du hast die Haare kurz"

Fußball: Hallen-Stadtmeisterschaften: Gelmer feiert: "Tim, du hast die Haare kurz"

Frisch frisiert: Tim Schwarz von GW Gelmer Foto: Christian Lehmann

Münster - 

Als eines der Überraschungsteams qualifizierte sich GW Gelmer am Freitagabend für die Endrunde der Stadtmeisterschaften. Im kollektiven Jubelrausch ließ sich Tim Schwarz zu einer bemerkenswerten Aktion hinreißen. Der Blick in den Spiegel am nächsten Morgen war ungewohnt für den Stürmer.

Von André Fischer

„Lass dich einfach schön frisieren, und zum Schluss noch parfümieren – und danach fühlst du dich wunderbar“. Das singt Tim Toupet in einer Passage seines legendären Songs „Du hast die Haare schön“. In den Katakomben der Sporthalle Berg Fidel wurde dieses Stück deutsches Liedgut am Freitagabend gleich mehrmals geträllert. Für Tim Schwarz.

Bei einem Kaltgetränk wurde ihm noch vor dem Gang unter die Duschbrause der Kopf kahl geschoren. Von seinem Kumpel Max Hoffmann, der richtig Spaß in den Backen hatte, und Issé Sander. Genau wie die anderen Flemmer des A-Ligisten Grün-Weiß Gelmer, die sich das Schauspiel nicht entgehen ließen.

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Hintergrund: Schwarz hatte eine Wette verloren und unlängst in der WhatsApp-Gruppe getönt: „Wenn wir die Finalrunde bei den Hallen-Stadtmeisterschaften buchen, lasse ich mich rasieren.“ Peng! Dumm gelaufen. Die Matte ist ab. Tim, du hast die Haare kurz.

Rückblick: Beim LEG-Cup in Nienberge, wenn man so will die Generalprobe für Münsters Nordlicht, gab es unlängst nichts zu holen für GWG. In der Vorrunde ereilte den Club das Aus. Deprimierend. Eine Woche vor den „Stadtis“ wagte sich Schwarz trotzdem euphorisch nach vorne und setzte seinen Post ab, der ihm nun zum Verhängnis wurde.

„Aus dem Bauch heraus habe ich das geschrieben. Ernsthaft gerechnet habe ich damit nicht.“ Die Vorrunde überstand das Team mit Ach und Krach, erst in der Zwischenrunde erwischten Schwarz und Co. einen Sahnetag. Spätestens nach dem 7:2-Erfolg gegen Westfalenligist 1. FC Gievenbeck wurde Schwarz etwas mulmig.

Fotostrecke: Hallenfußball-Stadtmeisterschaften in Münster: 2. Zwischenrunden-Tag

„Da habe ich erstmals realisiert, was kommen könnte.“ Und es kam. In Person von Hoffmann – mit Schere und Rasierer. Der Blick in den Spiegel am Samstagmorgen war gewöhnungsbedürftig: „Was ich da sah, hat mich nicht umgehauen“, lachte der 22-Jährige. Bisher musste ein Frisierschaum seine Wolle bändigen. Vorbei. „Das Geld kann ich mir sparen“.

Luftsprünge machte auch die Freundin nicht, die zurzeit in Lappland Urlaub macht. „Ich habe ihr ein Bild mit einem Büschel von Haaren geschickt“, lacht der frisch Rasierte. „Sie wirkte anfangs schockiert, aber eine Beziehung lebt ja nicht allein von Äußerlichkeiten.“ Eben.

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Am 6. Januar sehen sich die beiden wieder. „Das wird spannend“, sagt Tim, der sich sogar daran gewöhnen könnte, auch in Zukunft die Haare kurz zu tragen. Das spart Arbeit – da bleibt Zeit für andere Dinge. Und wer weiß, vielleicht hält es die Freundin sogar mit dem Tim, dem Toupet, und begrüßt ihren Freund mit den Worten: „Tim du hast die Haare schön.“



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