Mo., 08.01.2018

Fußball: Hallen-Stadtmeisterschaft B-Junioren Preußen nervenstärker vom Punkt

Auf Augenhöhe: Die Preußen Kevin Husha (l.) und Julian Niehues (r.) rahmen im Endspiel Nullachts Carl Olrich ein.

Auf Augenhöhe: Die Preußen Kevin Husha (l.) und Julian Niehues (r.) rahmen im Endspiel Nullachts Carl Olrich ein. Foto: Peter Leßmann

Münster - 

Ein Herzschlagfinale begeisterte die Massen auf den Tribünen. Mit 5:4 nach Neunmeterschießen setzte sich der SC Preußen Münster die Stadtmeisterkrone auf. Münster 08 bot einen starken Fight, zog aber in der Strafstoßlotterie den Kürzeren. Dabei waren sie sogar näher dran am Titel.

Von Alex Piccin

Philipp Dohmen im Kasten der Nullachter musste körperlich viel einstecken, parierte aber unter anderem gegen den besten Torschützen und Spielers des Turniers Julian Niehues stark. Schließlich ließ er bei den Neunmetern Tim Löffler den Vortritt, der gegen Niehues parierte. Es reichte allerdings nicht.

Zuvor war das Finale in die vierminütige Verlängerung gegangen, die Moritz Pauli und Justin Köster mit ihren Treffern erzwungen hatten. Die Kanalkicker hatten dabei sogar zweimal Aluminium-Pech, als Bassam Machmouchi per Kopf das Lattenkreuz streifte und Jakob Schulze Pals das Leder aus der Distanz an den Querbalken nagelte. Als bester Torhüter wurde Preußens Tom Breuers geehrt. Die Adlerträger haben damit die volle Preispalette abgeräumt.

Fotostrecke: Die Endrunde der Junioren-Stadtmeisterschaften 2018

Wacker Mecklenbeck ging befreit in die Vorschlussrunde gegen die Preußen. „Wir haben noch etwas gutzumachen“, unkte Trainer Sven Kuschel mit Blick auf das 0:7 aus der Vorrunde. „Die Jungs haben sich das verdient“, fügte sein Mitstreiter Marius Schwitte hinzu. Ihre Spieler hielten sich an die nicht ganz ernst gemeinten Vorgaben der Trainer, unterlagen Preußen nur knapp mit 1:2, obwohl der Favorit bereits mit dem ersten Spielzug nach zwölf Sekunden durch Louis Martin getroffen hatte. Lob gab es dafür von der Tribüne. Im anderen Semifinale ging es heiß her: Lange Zeit war es zwischen dem FC Gievenbeck und Nullacht ausgeglichen, ehe Justin Köster und Lars Ottens per Doppelschlag die Grundlage zum 4:0-Sieg legten. Ein etwas zu deutliches Ergebnis, das die Fans der Kanalkicker umso frenetischer bejubelte.

Eher enttäuscht hat hingegen der TuS Hiltrup. Tor- und punktlos strich der Osttor-Nachwuchs nach der Gruppenphase die Segel. Entsprechend bedient war Coach Nils Poker: „Die Jungs haben sich von der Atmosphäre anstecken lassen. Da fehlte etwas charakterlich. Aber auch sportlich war es keine gute Leistung.“

Dafür nagte der SC Gremmendorf an einer Überraschung, bot Preußen beim 0:0 erfolgreich die Stirn. „Das war gut für die Moral. Die Mannschaft geht daraus gestärkt heraus. Wir hatten unser Ziel, die Endrunde, bereits erreicht und konnten befreit aufspielen“, kommentierte Trainer Nils Wegmann. Immerhin gab es als Trostpflaster den Gutschein für ein Fastfood-Restaurant. Der nächste Mannschaftsabend kann kommen.



http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5410109?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2945069%2F