Mo., 08.01.2018

Fußball: Hallen-Stadtmeisterschaft A-Junioren Nullacht gelingt die Sensation

Riesenjubel beim SC Münster 08: In einem packenden Finale setzte sich der Landesligist gegen den großen Favoriten SC Preußen Münster nach Neunmeterschießen durch. Bei den B-Junioren jubelten die Preußen (kl. Foto).

Riesenjubel beim SC Münster 08: In einem packenden Finale setzte sich der Landesligist gegen den großen Favoriten SC Preußen Münster nach Neunmeterschießen durch. Bei den B-Junioren jubelten die Preußen (kl. Foto). Foto: Peter Leßmann

Münster - 

„Ich glaube, dass uns das einen Schub für die Endrunde gibt“, hatte Trainer Julian Wiedenhöft noch am Donnerstag gesagt. So gut wie ausgeschieden war sein SC Münster 08 in der Vorrunde, ehe er gegen Westfalia Kinderhaus alles aus sich rausholte und doch noch am Finaltag dabei sein durfte. Man ist geneigt, „zum Glück“ zu sagen, denn sonst hätten die 2251 Zuschauer am Berg Fidel wohl ein atemberaubendes Endspiel verpasst.

Von Christian Lehmann

Im Finale ging der Favorit SC Preußen durch Jari Pohlen früh in Front, doch Burinyuy Nyudine gelang unter tosendem Jubel der Nullacht-Fans das 1:1. Hernach verzweifelte Preußens Ousman Touray an Henri Exner, dreimal parierte dieser. Dominik Klann schlenzte den Ball zur erneuten Führung in den Winkel, ehe Exner sich ein Herz nahm und aus der Distanz zum 2:2 ausglich. Erneut traf Pohlen, dann Jonathan Tegtmeier – 3:3, Neunmeterschießen!

Hier lief nach einem Fehlschuss Paul Reichelts zunächst alles gegen Nullacht, doch auch die Preußen patzten. Finn Tomberge parierte gegen Cebrail Demir, Johan Scherr setzte den letzten Versuch an die Bande. „Ich habe den Jungs vor der Endrunde gesagt: ‚So wird man Stadtmeister. Einfach überragend, welchen Charakter die Jungs gezeigt haben“, schwärmte Wiedenhöft.

Fotostrecke: Die Endrunde der Junioren-Stadtmeisterschaften 2018

Auch der in Vor- und Endrunde bärenstarke TSV-Keeper Thorben Redbrake konnte im ersten Halbfinale (1:6) entfesselte Nullachter nicht aufhalten. Nico Örtkers Ehrentreffer, zauberhaft vorbereitet von Jannis Saatröwe, war ein Trostpflaster für den Leistungligisten.

Das zweite Semifinale war spannender: Der TuS Hiltrup traf durch Tim Jakobtorweihe die Latte, dann brachte Andreas Nicosia mit seinem Tor zum 1:0 Stimmung in die Bude. TuS-Tormann Christoph Reher wuchs mit zig Paraden über sich hinaus, die Preußen erreichten so mit Mühe einen 4:1-Sieg.

Schon in der Gruppenphase knisterte es in der Halle. In Gruppe eins ergatterte der TuS Hiltrup Rang zwei hinter dem SC Münster 08 und warf Titelverteidiger Gievenbeck aus dem Turnier.

Stunk gab es im Spiel zwischen Hiltrup und Borussia (3:2), als TuS-Spieler Boubacar Diallo den Ball nach dem nicht mehr obligatorischen Fairplay-Anstoß der Borussen direkt ins Tor schoss. Die Partie endete unter gellenden Pfiffen der Zuschauer. Die Reaktion der Truppe war jedoch stark: Die Entschuldigung nahmen das Gros des Publikums und die Turnierleitung an, das Angebot des TuS, sich aus dem Turnier zurückzuziehen, nicht. Trotz 0:2-Pleite gegen Gruppensieger Nullacht zum Abschluss reichte es mit einer Punktlandung für das Halbfinale.

Gruppe 2 wurde von den Preußen dominiert. Dahinter lief der TSV Handorf ein. Das letzte Gruppenspiel des TSV gegen Wacker wurde in der Schlussminute abgebrochen und für Handorf gewertet, weil nach mehreren Zeitstrafen für beide Teams nur noch ein Wacker-Feldspieler auf dem Feld stand. Mit viel Applaus verabschiedet wurde danach die JSG Gelmer/Sprakel verabschiedet, die ein tolles Turnier gespielt hatte, aber an der 1:3-Auftaktpleite gegen Handorf, den Ex-Klub gleich mehrerer JSG-Spieler, gescheitert war.



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