Mi., 05.11.2014

Volleyball: DVV-Pokal USC trifft auf die Pokal-Spezialisten

Ines Bathen präsentierte sich beim 3:0 wie der USC in Top-Form. Heute will die Kapitänin mit ihrem Team im Pokal das Achtelfinale bei den VolleyStars Thüringen überstehen und in die Runde der letzten acht einziehen.

Ines Bathen präsentierte sich beim 3:0 wie der USC in Top-Form. Heute will die Kapitänin mit ihrem Team im Pokal das Achtelfinale bei den VolleyStars Thüringen überstehen und in die Runde der letzten acht einziehen. Foto: Münsterview/Tronquet

Münster - Lange liegen die bis heute letzten Pokal-Highlights des USC Münster zurück. 2005 gewann der Volleyball-Bundesligist letztmals den Cup und verpasste ein Jahr später bei der Premiere des Finals im Gerry-Weber-Stadion die Titelverteidigung. Nun zur zehnten Auflage des Endspiels in Halle wäre der USC gerne wieder dabei. Dafür muss er am Mittwoch (19.30 Uhr) bei den VolleyStars Thüringen das Achtelfinale überstehen.

Von Henner Henning

Dreimal kreuzten sich in den vergangenen acht Pokal-Spielrunden die Wege der Westfalen mit den Thüringern. Im Januar 2006 behielt Münster in der Vorschlussrunde vor über 3000 Zuschauern am Berg Fidel mit 3:1 die Oberhand und scheiterte erst im Endspiel am Schweriner SC um die heutige USC-Libera Linda Dörendahl. Zwei Spielzeiten später drehten die damals unter dem Namen VfB Suhl firmierenden VolleyStars im Viertelfinale das Blatt, siegten in der Wolfsgrube und holten sich im März den Titel. Überhaupt erweisen sich die Thüringer, die auch im Vorjahr in der Runde der letzten acht den USC ausschalteten, als wahre Pokal-Spezialisten. In den vergangenen sieben Jahren schafften sie es gleich viermal bis ins Gerry-Weber-Stadion, zuletzt im März, als jedoch die Roten Raben Vilsbiburg triumphierten.

Vorsichtig optimistisch

Zeit für Münster, die Serie Suhls zu brechen. Der jüngste Bundesliga-Sieg (3:0) bei den Ladies in black Aachen gibt der Mannschaft von Trainer Axel Büring Selbstvertrauen, vorsichtig optimistisch zeigt sich der 47-Jährige. „Ich erwarte ein Duell auf Augenhöhe, in das wir vielleicht leicht favorisiert gehen“, sagt Büring, der die drei Liga-Auftritte der Gastgeber per Video analysierte. Dabei sah er zwei ordentliche Partien gegen VT Aurubis Hamburg (3:1) und beim Schweriner SC(1:3), dazu aber auch die 0:3-Niederlage vom Samstag gegen Allianz MTV Stuttgart. „Suhl hat zuletzt einmal nicht gut gespielt. Das kann passieren, aber wahrscheinlich nicht zweimal hintereinander. Die VolleyStars schlagen variabel auf und machen eigentlich nichts besonderes. Das aber in guter Qualität“, meint Büring, der in der stimmungsvollen Wolfsgrube auf zwei bekannte Gesichter trifft.

Seit dieser Saison führt Martina Jelinkova Regie bei den Ostdeutschen. Die 25-jährige Tschechin trainierte vor Jahren am Berg Fidel mit, als ihre drei Jahre ältere Schwester Michaela als Zuspielerin die münstersche Zentrale besetzte.

Treffen mit Brinkmann

Eine Spielerin mit USC-Vergangenheit ist Anika Brinkmann. Die 28-Jährige kam im Sommer aus Hamburg und avancierte in den ersten beiden Matches zur gefährlichsten Angreiferin der VolleyStars – 27 Punkte gegen ihren alten Klub sowie 21 in Schwerin sind beeindruckende Werte. „Anika war schon in Hamburg in einer sehr guten athletischen Verfassung. Sie war zweimal die Beste“, lobt Büring seinen Ex-Schützling.

Aber auch auf münsterscher Seite taucht erstmals bei einem Pflichtspiel der ersten Mannschaft wieder eine Akteurin auf, die in den vergangenen Saisons mehr neben als auf dem Spielfeld stand. Die Leidenszeit von Sina Fuchs nach zwei schweren Knieverletzungen neigt sich endgültig dem Ende, die 22-jährige Angreiferin steht nach ihren Einsätzen in der Zweitliga-Truppe des USC nun vor ihrem Comeback im Büring-Team. Auch für ihre Mitstreiterinnen ein besonderer Moment, nachdem Fuchs in der jüngsten Vergangenheit nur von außen Unterstützung leisten konnte. „Sina hat uns damals auch geholfen und wird uns ganz bestimmt nun auf dem Feld wieder richtig weiterhelfen“, erklärt Kapitänin Ines Bathen.

Damit ist der USC-Kader erstmals in dieser Spielzeit komplett, in bester Besetzung ging es bereits am Dienstagmittag nach Thüringen. Mit dem klaren Ziel, die Pokalserie des Gastgebers zu beenden und ins Viertelfinale einzuziehen.



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