Fr., 30.10.2015

Volleyball: Bundesliga 3:0 in Vilsbiburg – der USC wie aus einem Guss

Kollektiver Jubel: Die starke Debütantin Lucie Smutná (M.) freut sich mit ihren neuen Teamkolleginnen, die sich bei den Roten Raben Vilsbiburg mit 3:0 behaupteten.

Kollektiver Jubel: Die starke Debütantin Lucie Smutná (M.) freut sich mit ihren neuen Teamkolleginnen, die sich bei den Roten Raben Vilsbiburg mit 3:0 behaupteten. Foto: Wolfgang Fehrmann

Münster - 

Der USC Münster hat seine zweite Auswärtsaufgabe der Saison erfolgreich gelöst. Bei den Roten Raben Vilsbiburg gewann der Volleyball-Bundesligist klar und deutlich mit 3:0 (25:17, 25:22, 25:19). Ein gelungenes Debüt im USC-Trikot feierte dabei die tschechische Zuspielerin Lucie Smutná.

Von Henner Henning

Der USC Münster ist für eine Nacht auf den dritten Platz der Tabelle geklettert. Nun gut, in der noch jungen Phase der Saison ist das Tableau noch nicht besonders aussagekräftig, doch nach zwei Niederlagen zum Auftakt hat der Volleyball-Bundesligist nun endgültig in die Spur gefunden. Mit 3:0 (25:17, 25:22, 25:19) gewannen die Westfalen am Freitagabend bei den Roten Raben Vilsbiburg und feierten damit den dritten Erfolg am Stück. „Der Spielplan, den wir uns zurechtgelegt hatten, ist aufgegangen. Wir hatten immer die Kontrolle, es lief sehr gut für uns“, sagte Trainer Andreas Vollmer .

Es war zu merken, dass die Aufholjagd beim 3:2 gegen Potsdam das Selbstvertrauen des USC mächtig gestärkt hatte. Mit Lucie Smuntá im Zuspiel – die tschechische Nationalspielerin beeindruckte bei ihrer Premiere mit einer guten Leistung – hatte Münster einzig in den ersten Ballwechseln Probleme mit den Roten Raben, die bis zum 9:8 vorne lagen. Doch dann spielten die Gäste eine Stärke aus, die an diesem Abend einen entscheidenden Faktor neben dem gut funktionierenden Block darstellte: den Aufschlag. Sina Fuchs besorgte dem USC mit einer Serviceserie inklusive zweier direkter Winner gegen Roslandy Acosta einen Fünf-Punkte-Vorsprung (15:10) und fügte damit dem Vilsbiburger Fundament erste Risse zu. Münster blieb konzentriert, leistete sich in allen Elementen deutlich weniger Fehler als der Kontrahent und nutzte die sich bietenden Chancen konsequent. Neben Fuchs stach dabei Smuntás Landsfrau Michala Kvapilova hervor, die wie Fuchs fünf Zähler im ersten Durchgang erzielte und am Ende mit zwölf Punkten Top-Scorerin der Partie war. Für das Satzende aber musste die Tschechin nicht sorgen, dies erledigte Vilsbiburgs Barbara Wezorke für den USC.

Benson wird MVP

Es folgte der Seitenwechsel – und es war das Einzige, was sich am Erscheinungsbild der Begegnung änderte. Denn Münster war weiter das dominierende Team und hatte nun auch im Block deutliche Vorteile. Andrea Lakovic, Ashley Benson – die Amerikanerin erhielt später die Auszeichnung zur wertvollsten Spielerin – und Kvapilova hatten häufig ihre Finger an den bayrischen Angriffsversuchen. Und da der USC die Raben-Abwehr, und da besonders die Aushilfslibera Quirine Oosterveld, intensiv mit druckvollen Aufschlägen bearbeitete, war die logische Konsequenz ein komfortabler Vorsprung. Über 10:5 enteilten die Unabhängigen auf 15:8, ehe ein kleines Zwischentief den USC kurz ins Straucheln brachte. Vilsbiburg kam heran, war nach einem Angriff von Liana Mesa Luaces und einem Fuchs-Fehler gar auf Tuchfühlung (19:21). Doch Benson erst mit einem erfolgreichen Angriff und dann mit einem Aufschlagpunkt gegen Oosterveld brachten den USC in die Nähe des zweiten Satzgewinns, den Lakovic perfekt machte.

Schluss nach 73 Minuten

Jetzt war Münster endgültig auf Kurs, ja fast schon im Rausch. Mit Kvapilova am Service flog das Team vom Berg Fidel förmlich auf und davon, spielte wie aus einem Guss. Bis zum 3:14 bekamen die Raben kaum mehr Zugriff auf das Geschehen – auch nicht die frühere USC-Zuspielerin Tess von Piekartz, die Anfang des dritten Durchgangs zum Einsatz kam. In der Folge transportierte Münster den Vorsprung souverän bis ins Ziel, nach 73 Minuten war Schluss. „Wir haben uns im kompletten Spiel sauwohl gefühlt“, sagte Vollmer. Und das konnte man auch wirklich sehen.



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