Volleyball: WM-Qualifikation der Frauen
DVV-Frauen um Leonie Schwertmann lösen das WM-Ticket

Münster -

Sie haben es geschafft: Die Frauen des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) haben sich ihr Startrecht für die Weltmeisterschaft in Japan 2018 durch harte sportliche Arbeit gesichert. Ihren Anteil daran hatte auch Leonie Schwertmann vom USC Münster.

Dienstag, 06.06.2017, 17:05 Uhr aktualisiert: 06.06.2017, 17:36 Uhr
Mit dem WM-Ticket in der Tasche ging es für Leonie Schwertmann (l.) und Louisa Lippmann aus Portugal in die Schweiz zum Einladungsturnier in Montreux.
Mit dem WM-Ticket in der Tasche ging es für Leonie Schwertmann (l.) und Louisa Lippmann aus Portugal in die Schweiz zum Einladungsturnier in Montreux. Foto: Jürgen Peperhowe

Es war nicht schwer zu erkennen, wie groß die Erleichterung bei den deutschen Volleyballerinnen nach der erfüllten Mission WM-Qualifikation war. Nach dem letzten Ballwechsel des Turniers in Viana do Castelo (Portugal) feierte die DVV-Auswahl von Bundestrainer Felix Kos­lows­ki ausgelassen das gebuchte Ticket für die Titelkämpfe 2018 in Japan, der Stress wich Freude und Zufriedenheit. „Wir hatten mit dem Druck zu kämpfen, die Chance der leichteren Gruppe nutzen zu müssen. So war die Erleichterung riesig, denn so eine WM in einem Volleyball begeisterten Land wie Japan spielen zu dürfen, ist vermutlich nach Olympia das Größte, was man in unserer Sportart erleben darf“, sagte Leonie Schwertmann vom USC Münster.

Die Mittelblockerin stieß damit in das gleiche Horn wie ihr Coach. „Wir waren natürlich Favorit in dieser Gruppe, und es ist nicht so leicht, diesen Rucksack zu tragen. Zumal eine Qualifikation ihre eigenen Gesetze hat“, meinte Koslowski, der eine junge und neu formierte Truppe um Kapitänin Maren Brinker in die Qualifikation geschickt hatte. Und die „Hühner“, wie die frühere USC-Angreiferin Louisa Lippmann (SSC Palmberg Schwerin), selber erst 22 Jahre alt, ihre Teamkolleginnen liebevoll nannte, machten ihre Sache richtig gut. Nur gegen den Gastgeber und zum Abschluss gegen Frankreich gab Deutschland einen Satz ab, gegen Slowenien, Estland und Finnland hielt sich die Koslowski-Truppe schadlos. „Das war vom Ergebnis her schon souverän“, sagte Schwertmann, die in drei der fünf Partien zum Einsatz kam und besonders am Sonntag gegen Frankreich einen großen Anteil am Erfolg hatte. In Satz drei schickte Koslowski, dem Andreas Vollmer assistierte, sie auf das Feld, bis zum Matchball glückten Schwertmann bei vier Angriffen vier Punkte – eine perfekte Ausbeute.

Viel Zeit, die Qualifikation gebührend zu feiern, blieb nicht. In einem Restaurant im Hafen von Viana do Castelo ließ der deutsche Tross das Turnier ausklingen – um dann am Pfingstmontag um 7 Uhr in der Frühe nach Genf zu fliegen. Von dort ging es per Bus nach Mon­treux, wo Schwertmann, Lippmann und Co. ab Mittwoch beim internationalen Einladungsturnier auf den WM-Dritten Brasilien, Thailand und Polen treffen. „Das ist für uns ein Turnier, in dem wir viel ausprobieren und druckfrei aufspielen können. Ich erhoffe mir, mit viel Spaß gegen gute Nationen auf dem Feld stehen zu dürfen“, sagte Schwertmann, die in Montreux eine USC-Mitspielerin in den DVV-Reihen begrüßen durfte.

Koslowski nominierte Juliane Langgemach nach. Die Mittelblockerin gehörte wie Irina Kemmsies, Tanja Großer (beide VC Wiesbaden) und Barbara Wezorke (RR Vilsbiburg) in Portugal nicht zum Kader. „Montreux wird ein gutes Turnier und bietet mir die Chance, die vier unter Wettkampfbedingungen zu sehen“, so Koslowski.

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