Volleyball: Damen-Bundesliga
Kaderumbau beim USC fast abgeschlossen

Münster -

Nur drei von elf Spielerinnen, die in der vergangenen Saison das USC-Trikot in der Bundesliga trugen, sind nur noch drei geblieben. Der erneute Umbruch birgt Risiken, doch auch die Konkurrenz hat sich größtenteils neu aufgestellt.

Montag, 03.07.2017, 18:00 Uhr aktualisiert: 03.07.2017, 20:25 Uhr
Hanna Orthmann (l.) ist erst 18, hat aber schon ein Jahr Bundesliga hinter sich. Auch Juliane Langgemach (r.) spielte bereits in der vergangenen Saison für den USC.
Hanna Orthmann (l.) ist erst 18, hat aber schon ein Jahr Bundesliga hinter sich. Auch Juliane Langgemach (r.) spielte bereits in der vergangenen Saison für den USC. Foto: Jürgen Peperhowe

Der USC Münster macht einen Ausflug in die Naturwissenschaften. Die neue Saison hat ein bisschen etwas von „Jugend forscht“. Zwölf Spielerinnen umfasst der Kader aktuell, nur drei von ihnen sind älter als 23. Es kommt viel Arbeit auf den neuen Trainer zu. Und da ist es gewiss nicht von Nachteil, dass Teun Buijs ein alter Hase im Geschäft ist. Der 57-jährige Niederländer bringt jede Menge Lebens- und Berufserfahrung ein. Er wird sie brauchen, um das Schiff zu steuern.

In der Bundesliga grassiert in diesem Sommer das Wechselfieber. Viele Vereine stellen sich personell komplett neu auf. Beim USC ist die Fluktuation besonders groß. Acht Spielerinnen aus dem letztjährigen elfköpfigen Kader pritschen und baggern künftig andernorts. Oder haben ihre Karriere beendet – wie im Fall von Libera Linda Dörendahl.

Vier münsterische Kräfte veränderten sich innerhalb der Bundesliga: Sina Fuchs und Jennifer Keddy wechselten zum VC Wiesbaden, Nationalspielerin Leonie Schwertmann nahm ein Angebot der Roten Raben Vilsbiburg an, Britt Bongaerts sucht ihr Glück wieder bei Lib Aachen. Noch auf der Suche nach einem neuen Arbeitgeber sind Erica Wilson, Bogdana Anisova und Kaisa Alanko. Die finnische Zuspielerin hätte ihren Kontrakt gern verlängert, heißt es. Die sportliche Leitung im Club habe dies aber nicht gewollt. Die Entscheidung in dieser Personalie fiel wohl zu einem Zeitpunkt, als Vizepräsidentin Karen Zentgraf noch wichtige Fäden zog. Die Uni-Professorin verändert sich aus beruflichen Gründen nach Frankfurt.

Nun liegt es an ihrem Nachfolger Axel Büring und Coach Buijs ein neues, sehr junges Team starkzumachen. Lediglich fünf Spielerinnen im Aufgebot haben Bundesliga-Erfahrung, darunter natürlich die wenigen aus dem alten Kader Verbliebenen: Ines Bathen, Juliane Langgemach, Hanna Orthmann. Typen zum Anlehnen sind gewiss auch die neue Libera Lisa Thomsen und die neue Zuspielerin Mareike Hindriksen. Die weiteren Zugänge werden vor allem die Erfahrung und den Halt dieser Kräfte schätzen, um schnellstmöglich Fuß zu fassen im Oberhaus. Insbesondere von den finnischen Nationalspielerinnen Roosa Laakkonen und Katja Kylmäaho sowie der Niederländerin Juliet Lohuis erhofft sich der USC eine schnelle und unkomplizierte Integration. Darüber hinaus will der letztjährige Playoff-Viertel­finalist noch eine weitere Spielerin mit erheblicher Durchschlagskraft verpflichten – Verhandlungen mit einer Serbin stehen offenbar kurz vor dem Abschluss.

Die Eigengewächse Chiara Hoenhorst (20), Lina Alsmeier (17) und Luisa Keller (15) werden zudem ihre erste Saison in der Bundesliga als wichtige Lernphase begreifen. Das gilt wohl auch für Lena Vedder vom Zweitliga-Absteiger RC Sorpesee.

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