Mo., 09.10.2017

Volleyball: Damen-Bundesliga Büring begleitet den USC aus einem anderen Blickwinkel

Ein gutes Team: Axel Büring (r.), Vizepräsident Sport beim USC, hält Trainer Teun Buijs den Rücken frei.

Ein gutes Team: Axel Büring (r.), Vizepräsident Sport beim USC, hält Trainer Teun Buijs den Rücken frei. Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Jahrzehntelang war Axel Büring der Mann auf der Trainerbank des USC Münster. Nach zweijähriger Pause kehrte er in diesem Sommer zurück – allerdings als Sportlicher Leiter oder genauer gesagt: Vizepräsident Sport. Auch für ihn wird die am Sonntag beginnende Saison zu einer neuen Erfahrung.

Von Henner Henning

Wenn am Sonntag der USC Münster in die Saison 2017/18 startet, gibt es eine Menge Premieren am Berg Fidel zu feiern. Trainer Teun Buijs wird erstmals in einem Pflichtspiel die Unabhängigen betreuen, für die elf Spielerinnen erstmals in der Bundesliga das grün-weiße Trikot überstreifen könnten. Und dann wäre da noch die Rückkehr eines alten Bekannten in neuer Funktion: Axel Büring, der über zwei Jahrzehnte die USC-Geschicke als Trainer lenkte, wird die Partie gegen SW Erfurt als Vizepräsident Sport – so heißt der Posten des 50-Jährigen offiziell – verfolgen.

Es ist eine neue Erfahrung in dem reichhaltigen Schatz Bürings, der nach der Trennung vom USC im Sommer 2015 seit diesem Mai wieder am Berg Fidel wirkt. Nicht mehr in der täglichen Arbeit mit der Mannschaft, vielmehr im Hintergrund. „Ich kann nun viele Dinge viel besser verstehen, habe eine andere Sicht“, sagt Büring, der mit Buijs das USC-Team nahezu komplett neu zusammenstellte. „Und das ist uns ganz gut gelungen“, meint der Ex-Coach, der mit dem sieben Jahre älteren Niederländer bestens auskommt. „Teun ist ein Geschenk für den Verein, er ist sachlich und ruhig. Es macht Bock, mit ihm zusammenzuarbeiten. Er macht sich unheimliche viele Gedanken um das Team und den Club“, sagt Büring, der sich aus dem sportlichen Tagesgeschäft komplett heraushält, dem Trainer aber so gut es geht den Rücken freihält. „Den Druck als Coach nimmt dir keiner, als Trainer habe ich 24 Stunden am Tag über meine Mannschaft nachgedacht und habe mich manchmal auch zu verrückt gemacht“, sagt Büring rückblickend auf seine Zeiten an der Seitenlinie.

Der sportlichen Erwartungshaltung eines Übungsleiters ist er zumindest bei der Bundesliga-Truppe des USC nicht mehr ausgesetzt, der Blickwinkel hat sich nun verschoben. Die Vorfreude aber ist nicht minder groß auf den Start am Sonntag, auch von der Tribüne aus wird Büring mitfiebern. Von wo aus er die Partien in Zukunft verfolgen wird, darüber hat sich Büring am Montag erstmals Gedanken gemacht – ohne konkretes Ergebnis. „Fest steht nur, dass ich mich nicht hinter die Trainerbank setzen möchte. Einen festen Platz werde ich nicht haben, ich werde wahrscheinlich in der Halle herumlaufen.“



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